IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM SSP 300: Böhlen will Punkte für die Schweiz sammeln

IDM SSP 300: Böhlen will Punkte für die Schweiz sammeln

Niklas Böhlen (re.) geht in seine zweite IDM-Saison in der Supersport 300-Klasse. In diesem Jahr will er nicht mehr ausschließlich Erfahrungen sammeln, sondern auch in die Punkte fahren. Foto: Dino Eisele, Text: Rowena Hinzmann

Die Klasse der Supersport 300 (SSP 300) in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) ist für seine feurigen Rennen bekannt. In den letzten Jahren bescherten uns die Nachwuchsfahrer so gut wie in jedem Rennen schweißnasse Hände und so manche Schnappatmung. Nicht umsonst trägt diese Klasse den Namen „die jungen Wilden“.

In der anstehenden Saison wird es in dieser Klasse mit Sicherheit wieder drunter und drüber gehen, wenn auch – laut aktuellem Stand – in einem kleineren Startfeld als in den vergangenen Jahren. Einer der Fahrer, die erneut antreten, ist Niklas Böhlen. Der Schweizer bestritt 2023 seine erste Saison in der SSP 300-Klasse – eine Zeit, die ihm viele Herausforderungen und wertvolle Lektionen brachte.

Mit 25 Jahren ist er zwar der Älteste in seiner Klasse, seine Rennstreckenerfahrungen sind hingegen noch jung. Daher war sein Debütjahr aufregend und herausfordernd zugleich. „Das erste Jahr war schwierig“, gesteht er. „Ich habe sehr viel gelernt, da ich zuvor nur in Mini-Bike-Serien in der Schweiz und in Italien gefahren bin. Die Umstellung auf größere Motorräder und Strecken war daher ungewohnt,“ sagt der Schweizer Rennmofa-Cup-Sieger von 2017. Trotz dieser Umstellung fuhr er beim Saisonstart auf dem Sachsenring in seinem ersten Rennen nur knapp an den Punkterängen vorbei. Ein solider Start für einen Neuling.

Die vergangenen Wintermonate nutzte der Wattenwiler, um sich durch Fitnesstraining auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Zusätzlich ging es für ihn im Frühjahr nach Spanien für eine ganze Trainingswoche. Am liebsten hätte er gern mehr Zeit auf der Strecke verbracht. „Das Budget ließ leider nicht mehr zu“, erklärt er. Dennoch ist Niklas zuversichtlich, dass die Vorbereitung ausreicht, um in dieser Saison seine Ziele zu erreichen.

Neben seiner Rennfahrerkarriere arbeitet Niklas als Servicetechniker im Bereich Haushaltsgeräte. Technik und Motorradfahren seien schon immer sein Ding gewesen, sagt er. Schaut er auf die Anfänge seiner Leidenschaft für Motorräder zurück, erinnert er sich gerne daran zurück, wie er mit vier Jahren seine ersten Runden mir einer Yamaha PW 50 auf dem Bauernhof seiner Eltern dreht.

Am kommenden Wochenende soll es für den Schweizer wieder auf der Kawasaki Ninja 400 an den Start gehen. Große Veränderungen am Motorrad zum Vorjahr habe er nicht vorgenommen, berichtet er, auch wenn die Elektronik für ihn eine Herausforderung ist. „Wir haben nicht die technische Erfahrung, die große Teams in der IDM haben. Aber ich bin wirklich glücklich mit dem Bike und freue mich unglaublich auf den Sachsenring.“ Denn in seiner zweiten Saison soll es nicht mehr nur um Erfahrungen sammeln gehen. Sein Ziel ist es, auch einige Zähler auf das Schweizer Punkte-Konto einzufahren.