IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM Podcast: Marvin Fritz im Interview

IDM Podcast: Marvin Fritz im Interview

Text: Michael Praschak; Foto: Marvin Fritz

Um im Rennsport erfolgreich zu sein, braucht es zweifelsohne Talent. Doch die bloße Begabung reicht schon lange nicht mehr. Wirft man einen Blick auf die Topfahrer der großen Rennserien, finden sich neben begnadetem Talent nicht selten weitere, erstaunliche Parallelen. Die ersten Erfahrungen mit dem Motorrad wurden in der Regel schon im frühen Kindesalter gemacht, ein Elternteil war oft selbst im Rennsport aktiv und hat den Sprössling früh gefördert. Darüber hinaus sind viele der herausragenden Fahrer aus MotoGP, World Superbike und der Langstreckenweltmeisterschaft EWC auch exzellente Offroadfahrer.

Auch der Deutsche Marvin Fritz vereint all diese Punkte auf sich. Vater Wolfgang war in den Neunzigern selbst kurz davor, in die Straßen-WM einzusteigen und schenkte dem Junior schon im zarten Alter von drei Jahren das erste Motocross-Motorrad. Nur ein Jahr später fuhr der junge Marvin sein erstes Rennen. Mit sechs Jahren gab es den ersten Titel, kurz darauf ließ er bei europäischen Wettkämpfen sogar Ken Roczen hinter sich. Eine erfolgreiche MX-Karriere wäre nicht ausgeschlossen gewesen. Doch der Papa hatte andere Pläne und ab 2002 wechselte man in den Straßenrennsport.

Aber auch hier mischte Marvin Fritz schnell ganz vorne mit, arbeitete sich durch die Nachwuchsklassen und wurde 2014 erst auf einer Yamaha R6 Meister in der IDM Supersport, 2016 folgte dann auf Yamaha auch der Titel bei den Superbikes. Immer mit dabei die Startnummer 7, die er von seinem großen MX-Idol James „Bubba“ Stewart übernommen hat. Eine Kombination, die ihn auch beim Wechsel in die EWC und zum Yamaha Austria Racing Team erhalten blieb. Sie erwies sich auch bei legendären Rennen wie den 24 Stunden von Le Mans und dem Bol d`Or als Erfolgsgarant und in der Saison 2023 fuhr Marvin Fritz an der Seite von Karel Hanika und Niccolo Canepa nach sieben Jahren auf der YART-R1 den Titel in der Endurance World Championship ein.

Wie man die Strapazen eines 24-Stunden-Rennens übersteht, was ein Team haben muss, um auf der Langstrecke Weltmeister zu werden und weshalb sich Marvin Fritz manchmal als Croissant bezeichnet, erfährst Du in dieser Episode von „Slicks and Sunglasses“!