Abwarten und cool bleiben fällt Julian Puffe und Toni Finsterbusch zwar schwer, ist aber derzeit die beste Medizin. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Im Team GERT56 werden die Dinge langsamer als sonst angefasst. Die Superbiker Toni Finsterbusch und Julian Puffe sind weiterhin im Krankenstand. Das Ausheilen der Verletzungen braucht Zeit. „Vor März dreht sich bei uns nicht viel“, sagt Teamchef Karsten Wolf, verrät aber gleichzeitig, dass drei nagelneue BMW M 1000 RR für die Fahrer vorbereitet werden.

„Ich plane auf jeden Fall mit Toni und Julian, aber heute kann keiner sagen, wann genau sie einsatzbereit sind“, so Wolf, der niemanden unter Druck setzen wird. Finsterbusch hatte bei seinem schweren Einschlag auf dem Schleizer Dreieck einen komplizierten Beckenbruch erlitten. Der 29-Jährige nimmt schon lange keine Gehhilfen mehr in Anspruch, die gebrochene Hand erfordert jedoch mehr Geduld. Puffe brach sich bei der IDM-Runde in Assen im Freien Training mehrfach den Fuß.

Ihre Motorräder aus der Saison 2022 werden neu hergerichtet und sollen verkauft werden. 2023 sollen drei Fahrer in der IDM Superbike für das Team aus dem sächsischen Pirna an den Start gehen. Rico Löwe, der für GERT56 in der Pro Superstock-Klasse antrat, ist in den Rennfahrer-Ruhestand gegangen. Beim großen Finale in Hockenheim verabschiedete er sich eindrucksvoll mit seiner stärksten Vorstellung in diesem Jahr überhaupt. Er fuhr aufs Podium.

Nach seinem Karriere-Ende ist nun ein Platz frei in der Box von GERT56. „Den nimmt in Zukunft ein dritter Superbiker ein. Jeder Fahrer hat bei uns eine eigene Mannschaft um sich. Die bisherige Pro Superstock-Crew übernimmt nun ein Superbike-Motorrad“, erklärt Karsten Wolf und freut sich diebisch, „dass damit alle Beteiligten wieder in Lohn und Brot stehen werden.“

Die Gerüchte-Küche um den dritten Fahrer brodelt. Jan-Ole Jähnig wird immer wieder ins Spiel gebracht, doch vor 2023 wird sich definitiv nichts tun.