Rob Hartog ist der schnellste Nicht-BMW-Fahrer in der IDM Superbike und noch lange nicht am Ende seiner Träume. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Darauf hätte wohl kaum jemand gewettet. Obwohl Rob Hartog reichlich internationale Erfahrungen vorweisen kann, so ist er in der IDM Superbike ein Rookie – und auf dem besten Weg, sich im Debütjahr den dritten Gesamtrang zu sichern. Der 30-Jährige aus Abbekerk in den Niederlanden gehört mit Markus Reiterberger sowie Pepijn Bijsterbosch zu den verbliebenen drei Fahrern, die bisher in allen Rennen gepunktet haben. Die Konstanz zahlt sich aus.

Außerdem ist Hartog der einzige Fahrer im Spitzenpulk, der keine BMW, sondern eine Yamaha YZF-R1M im Team SWPN fährt.
Wie fühlt sich das an und was erzählt Rob Hartog ganz privat? Wir haben nachgefragt.

Du bist Rookie in der IDM Superbike und bereits Dritter in der Gesamtwertung. Ist das nicht fast schon beängstigend für dich?
Es ist keine Angst, nur schön, dass wir nach ein paar schwierigen Jahren wieder zu einem positiven Fluss zurückgefunden haben. Das genieße ich wirklich!

Du bist der einzige Nicht-BMW-Fahrer in der Spitzengruppe. Was bedeutet das für Dich?
Vor allem, dass es mir und meinem Team SWPN sehr gut geht, weil die BMWs ziemlich stark sind. Ich muss dem Team dafür danken, denn sie haben sich viel Mühe gegeben, ein konkurrenzfähiges Paket zu erstellen.

Was macht Deine Yamaha so besonders?
Mit der Erfahrung des Teams konnten wir ein Paket erstellen, das viel mehr Potenzial hat als in den Vorjahren. Es kann noch mehr vorwärts gehen und wir werden auch bei fast jedem Rennen besser, aber im Moment können wir uns nicht beklagen.

Dein größter Gegner für den dritten Gesamtrang ist Dein Landsmann Pepijn Bijsterbosch? Welche Vorteile hast Du ihm gegenüber?
Pepijn hat viel Erfahrung sowohl in der IDM Superbike als auch auf der BMW. Er hat schon einige gute Rennen gezeigt. Ich denke, dass Konstanz der Vorteil sein sollte, aber es wird sicher ein schöner Kampf bis zum letzten Rennen.

Denkst Du schon darüber nach, was nächstes Jahr sein könnte?
Sicherlich ist es das Ziel, in der IDM Superbike zu bleiben und noch bessere Ergebnisse anzustreben. Im Moment gibt es keinen Grund, dies nicht mit dem Team SWPN zu tun.

Dein Onkel Wil Hartog hat fünf Grand-Prix-Siege errungen. Stehst Du in engem Kontakt mit ihm?
Sicherlich haben wir guten Kontakt und er verfolgt meine Ergebnisse. Aber es ist nicht so wie einige Leute denken. Er hat in meiner Rennkarriere nie eine aktive Rolle gespielt.

Mit wem würdest du am liebsten im Aufzug stecken bleiben und warum?
Mit Valentino Rossi, weil ich schon immer ein Fan von ihm war. Und vielleicht gibt er mir einen Rat, wie ich mit der Yamaha R1M noch schneller fahren kann.