Nach dem Sturz auf dem Schleizer Dreieck folgte nun Corona: Bei Gabriel Noderer ist 2022 der Wurm drin. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Kurzfristig kam der Anruf in Bad Kreuznach an: Gabriel Noderer meldete sich beim Kiefer Racing Team für die IDM Superbike-Rennen in Assen ab. Grund: Corona. Der Thalmässinger wurde positiv getestet.

Letzte Woche wurde Noderer überraschend von Fieberschüben geplagt, dazu kamen Halsschmerzen, Schleimbildungen im Rachen und eine verstopfte Nase. Der 25-jährige Bayer fühlte sich schlapp. Ein Corona-Test bestätigte die vermutete Virus-Erkrankung. „Es tut weh, deshalb zu Hause bleiben zu müssen“, sagt Noderer, der die IDM in Assen im Livestream verfolgt, „aber es ist langfristig die vernünftigere Entscheidung für das Team und alle anderen auch.“

Die Kiefers stehen am Wochenende unter Strom, auch wenn Noderer nicht am Start ist. Am Donnerstag wurde in Assen das ganze Equipment aufgebaut, am Freitag ging es für Teamchef Jochen Kiefer mit seiner Ehefrau Tina und Tochter Katrin wieder zurück nach Bad Kreuznach. Die ältere Tochter Franziska heiratet heute ihren Patrick in der Kirche. Morgen früh wird die Familie schon wieder in Assen sein. Die Rennen findet nicht ohne die Kiefers statt.

Björn Stuppi startet auf der BMW S 1000 RR in der Königsklasse. Yves Stadelmann fährt mit der Yamaha YZF-R6 in der IDM Supersport. Und wenn er das ärztliche Okay bekommt, greift Michel-Caspar Wieth in der Nachwuchsklasse auf einer YZF-R3 an. Der 20-Jährige hat eine Corona-Infektion hinter sich, bekam danach aber noch eine Erkältung, deren Ausklang zu überwachen ist. Wieths körperlicher Zustand wird täglich gecheckt.