Völlig neue Perspektive: Nachwuchsmann Max Schmidt steht in Assen plötzlich im Fokus der Mannschaft. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Er ist zwar erst 19 Jahre jung, doch Max Schmidt hat an diesem Wochenende eine gewaltige Aufgabe zu bewältigen. Der Wuppertaler ist als einziger Superbiker im Hertrampf MO Yamaha Racing Team übrig geblieben. Die Kollegen Vladimir Leonov und Kartheininger fehlen bei der fünften Saisonrunde, die auf dem TT Circuit Assen ausgetragen wird. Der Russe laboriert noch an seiner auf dem Schleizer Dreieck gebrochenen Hand. Kartheininger reiste kurz nach seiner Ankunft in Holland aus familiären Gründen zurück nach Deutschland.

Für Max Schmidt ist die Alleinstellung, die er jetzt in Assen genießt, Fluch und Segen zugleich. „Mit so einer Situation habe ich überhaupt nicht gerechnet“ meint er. „Es ist schon irre, wenn ich als Einziger in die Box reinkomme und eine Rückmeldung geben muss. Sonst liegt die höchste Priorität auf Vladimir, jetzt dreht sich alles um mich. Es ist natürlich schön, denn so komme ich schneller weiter. Andererseits fehlt mir die Rückmeldung von Vladimir – die zweite Meinung und ob die Richtung stimmt.“ Das Freie Training am heutigen Freitag beendete Schmidt auf Position 15 in der Zeitenliste.