Da war die Welt noch in Ordnung: Julian Puffe zu Beginn des ersten freien Trainings auf dem TT Circuit Assen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele, privat

Das GERT56-Team ist stark dezimiert. Nachdem Toni Finsterbusch in Schleiz verunglückte, erwischte es in Assen jetzt Julian Puffe. Der IDM-Dritte hatte im ersten Freien Training einen Highsider und verletzte sich am rechten Fuß. Der 26-Jährige wurde mit dem Krankenwagen ins „Ziekenhuis Wilhelmina“ von Assen gebracht. „Die Röntgenaufnahmen haben gezeigt, dass Julians Fuß mehrfach gebrochen ist“, berichtet Teamchef Karsten Wolf nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Puffe wird morgen operiert.

„Unsere Superbike-Abteilung ist momentan außer Gefecht. Nach Julians Sturz ist natürlich auch der Auftritt auf dem Red Bull Ring in drei Wochen in Gefahr“, sieht Wolf und meint: „Dabei sollte es unser großes Jahr werden. Zumindest war das nach unserem Einstieg in der letzten Saison der Plan.“

Toni Finsterbusch hatte den Sturz seines Teamkollegen im zweiten Sektor der fünften Runde von zu Hause aus per Livetiming vom Sofa aus verfolgt und gleich nachgehakt. Er selbst ist seit anderthalb Wochen aus dem Krankenhaus gekommen und pflegt seinen in Schleiz erlittenen Beckenbruch. „Ich habe eine 4,5 x 90 mm lange Schraube reingekriegt.“ Das Becken hatte sich zu Beginn auch noch verschoben und musste wieder ausgerichtet werden. Finsterbusch läuft aber bereits mit Gehhilfen, wobei eine davon speziell geformt ist, denn der 29-jährige Krostitzer hat aktuell auch noch eine Schiene an der ebenfalls gebrochenen rechten Hand.
Für GERT56 muss jetzt Jan Schmidt das Wochenende richten. Er fährt für das Team im Pro Superstock Cup.