Er steht in Assen im Fokus: Florian Alt muss von ganz hinten starten, hat aber den Plan, trotzdem aufs Podium zu fahren. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Es ist der erste Tag bei der IDM-Runde auf dem TT Circuit in Assen und Florian Alt weiß jetzt schon: Egal, wie gut seine Zeiten im freien Training und im Qualifying sein werden, er wird auf der Wilbers-BMW in den beiden IDM Superbike-Rennen am Sonntag vom letzten Startplatz losfahren. So sieht es das Reglement vor.

Grund dafür ist, dass der momentane Gesamt-Zweiter in der Königsklasse in Assen den vierten statt der drei grundsätzlich erlaubten Motoren einsetzt. Weil Alt im bisherigen Verlauf das Pech an den Fersen geklebt hatte, sind drei bereits verschlissen beziehungsweise nicht in optimaler Verfassung. Zuletzt in Schleiz rückte der 26-Jährige mit dem noch funktionsfähigen, aber zugleich auch schwächsten Antrieb aus der vorhandenen Kollektion aus. Auf den Geraden fuhr ihm der Meisterschaftsführende Markus Reiterberger unübersehbar davon.

So soll es nicht weitergehen. Deshalb kommt in Assen der nächste Motor in der Wilbers-BMW zum Einsatz, weshalb Florian Alt in den sauren Apfel beißen und von ganz hinten starten muss. Im freien Training wird der Antrieb eingefahren. Für die Rennen am Sonntag gibt es trotz der ungünstigen Ausgangslage nur ein Ziel: „Podium.“