Alles richtig gemacht und die Konkurrenz gratuliert anerkennend. Für Markus Reiterberger war das Wochenende auf dem Schleizer Dreieck ein einziges Freudenfest. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Björn Gramm

So spannend wie der Reverse Grid in der IDM Superbike sein kann, so schwierig kann er sich für die einzelnen Fahrer gestalten. Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) und Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) ausgenommen. Auch ein Start aus der dritten Reihe hinderte sie nicht daran, am Ende ganz vorn zu sein. Mit ihnen Julian Puffe (GERT56) – und diesmal aus eigener Kraft.

Florian Alt gab alles, aber es gelang ihm auch im zweiten IDM Superbike-Lauf von Schleiz nicht, den großen Dominator Markus Reiterberger zu besiegen. Dieser hatte aus der dritten Startreihe gleich wieder die richtige Linie nach vorn gefunden. Bei Alt war das in der Vergangenheit nicht so glücklich abgelaufen, doch diesmal blies er direkt zum Angriff. Das verblüffte Reiti total. „Die Wilbers-Truppe ist hartnäckig, da kann immer etwas kommen“, meinte er, „aber als ich mich dieses Mal umgedreht habe, hat mir Florian schon direkt am Hintern geklebt.“ Und er fügte hinzu: „Ich hätte nicht gedacht, dass Flo mir solange im Nacken bleibt. Es war wieder ein unvergessliches Wochenende in Schleiz.“ Reiterberger holte auf der einzigartigen Naturrennstrecke für das Team von Werner Daemen den 100. Sieg seit des Bestehens der Crew. Alt wiederum war im zweiten Lauf deutlich näher am Führenden Reiterberger dran geblieben als im ersten Rennen.

Zwischen Rob Hartog (Team SWPN), Julian Puffe und Pepijn Bijsterbosch (BCC-alpha-Van Zon-BMW) ging es um den dritten Platz. Der Niederländer Bijsterbosch musste zuerst Federn lassen. Es gelang ihm nicht mehr, das Tempo in der Gruppe zu halten. Schließlich gesellte sich Landsmann Hartog zu ihm, während Puffe die Flucht nach vorne suchte und sich drei Sekunden von den Kollegen absetzte. Dass er nach 18 Runden zum zweiten Mal an diesem Tag als Dritter ins Ziel kam, ließ den Local Hero noch mehr strahlen, als er es ohnehin schon macht. Dieser Podiumsplatz war erkämpft. Im ersten Lauf hatte der Schleizer die Position aufgrund des Sturzes von Jan Mohr und Toni Finsterbusch nämlich mehr oder weniger geerbt. In der Gesamtwertung rückte Puffe um zwei Positionen nach vorn. Er ist jetzt Tabellen-Dritter.

Rob Hartog festigte als Vierter des Rennens ebenfalls seinen Stand in der IDM-Königsklasse, in die er aus der IDM Supersport aufgestiegen ist. Gleichzeitig war er wieder bester Yamaha-Fahrer. Leandro Mercado zog sich mit dem sechsten Platz auf der Honda Fireblade sauber aus der Affäre. Ihm folgte Bastien Mackels auf der Weber-Kawasaki. Was sonst noch aufgefallen ist: Der 19-jährige Nachwuchsmann Max Schmidt (Hertrampf MO Yamaha Racing Team) holte im zweiten Superbike-Rennen auf einen Schlag genauso viele Punkte wie bisher in der ganzen Saison.

Ergebnis IDM Superbike, 2. Lauf:

1. Markus REITERBERGER (DEU), BMW
2. Florian ALT (DEU), BMW
3. Julian PUFFE (DEU), BMW
4. Rob HARTOG (NLD), Yamaha
5. Pepijn BIJSTERBOSCH (NLD), BMW
6. Leandro MERCADO (ARG), Honda
7. Bastien MACKELS (BEL), Kawasaki
8. Daniel KARTHEININGER (DEU), Yamaha
9. (G) Marc-Reiner SCHMIDT (DEU), BMW
10.Philipp STEINMAYR (AUT), Yamaha