Julian Puffe ist der Local Hero in Schleiz und hat am kommenden IDM-Wochenende auf und neben der Rennstrecke alle Hände voll zu tun. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) und das Schleizer Dreieck – beides zusammen ergibt einen Saisonhöhepunkt in der ganzen Region. Wenn vom 22. bis 24. Juli geschätzte 30.000 Fans an die Strecke pilgern, dann ist Party-Time in Thüringen. Die temporäre Rennstrecke ist der älteste Straßenrundkurs Deutschlands. Wer den „Buchhübel“ kennt und das Gas in der „Seng“ aufgedreht hat, erlebt auch Natur pur. Das Fahrerlager befindet sich größtenteils auf der grünen Wiese. Das Schleizer Dreieck lässt bis heute die Moderne mit einer kräftigen Prise Nostalgie verschmelzen.

Im Herzen von Schleiz wohnt Julian Puffe. Die Rennstrecke ist praktisch „Puffe-Land“. Der Local Hero hat es in der IDM bis in die Königsklasse geschafft und dem Team GERT56 dieses Jahr bereits zwei Podiumsplätze beschert. Kann der 26-jährige BMW-Fahrer auf seiner Heimstrecke genauso aufs Podium fahren wie beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring? Oder ist für den momentan Gesamt-Fünften sogar der erste Saisonsieg drin? Er kann es nicht beschwören. „Das ist schwierig. Markus Reiterberger ist momentan der stärkste Fahrer im Feld und meine Rundenzeiten reichen bisher nicht ganz an seine Zeiten heran. Und das Schleizer Dreieck findet er auch klasse. Einen Vorteil auf der Strecke habe ich nicht, auch wenn ich hier wohne. Denn der Kurs ist ja sonst Teil des öffentlichen Straßenverkehrs. Ich kann also nicht zusätzlich trainieren.“ Puffe will versuchen, was geht. „Natürlich ist das Heimrennen etwas ganz Besonderes für mich. Die Sponsoren kommen, die ganze Familie ist da und es ist viel mehr los und zu tun als sonst.“

Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW), der 2013 den Rundenrekord auf dem Schleizer Dreieck aufgestellt hat und zu den Publikumslieblingen gehört, kommt mit einem Vorsprung von 67 Punkten in der Gesamtwertung nach Schleiz. Seine unmittelbaren Verfolger sind Florian Alt (Wilbers-BMW) und Toni Finsterbusch (GERT56).