Es geht auch anders: Der deutsche Supermoto-Weltmeister Marc-Reiner Schmidt kann auch Rundstrecke fahren. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Sein Geld verdient er auf der Einzylinder TM 450. Zusätzlichen Spaß holt er sich auf der Vierzylinder-BMW S 1000 RR. Supermoto-Weltmeister Marc Reiner Schmidt stürzt sich 2022 ein weiteres Mal ins Abenteuer IDM Superbike.

Er kann es nicht lassen und der Wettkampf bestimmt sein Leben. Marc-Reiner Schmidt genoss seinen ersten Auftritt in der Königsklasse vor fast einem Jahr schon in vollen Zügen. Das war ihm nicht genug. Die IDM-Rennen im tschechischen Most vor anderthalb Wochen fielen genau in die Pause zwischen seinen Starts in der Supermoto-WM und der italienischen Meisterschaft. „Nichts wie hin“, dachte sich der 26-Jährige und schrieb sich als Gastfahrer und Teamkollege von Marc Neumann in die Starterliste ein. Mit einem Motorrad von Trainingsveranstalter Tommy Wagner unterm Hintern.

Schmidts Ziel war ein Top-Ten-Platz in den Rennen. „Im Nassen könnte es funktionieren, im Trockenen fehlt mir die Erfahrung“, schätzte der Driftkünstler seine Chancen ein. Der Top-Ten-Platz gelang dem gebürtigen Friedrichshafener ausgerechnet bei brütender Hitze im zweiten Superbike-Lauf. Als nächsten IDM-Termin hat er die kommende Veranstaltung vom 22. bis 24. Juli auserkoren.

Wird da noch mehr draus? „Nein, es bleiben Ausnahmen. Ich verdiene mein Geld in der Supermoto-WM und dort bleibe ich.“ Der Weltmeistertitel 2021 von Marc-Reiner Schmidt war für Deutschland nach Bernd Hiemer 2006 und 2008 der dritte Titelerfolg.