Die Hände voll mit Pokalen und noch mehr Punkte auf dem Meisterschaftskonto: Max Enderlein hat in der Lausitz nichts liegengelassen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Markus Perpeet

Max Enderlein reist mit der höchstmöglichen Punkteausbeute vom IDM-Auftakt auf dem Lausitzring ab. Der 25-jährige Sachse aus Hohenstein-Ernstthal gewann auch das zweite Supersport-Rennen vor Thomas Gradinger.

Vierzehn Runden auf dem buckeligen Lausitzring haben es in sich. Für Max Enderlein (MR32 Racing) wurden sie trotzdem entspannter. Der andauernde Zweikampf mit Thomas Gradinger (Eder Racing) blieb diesmal aus und am Ende trennten die Titelfavoriten aus Deutschland und Österreich 5,884 Sekunden: Shake-Hands nach der Zieldurchfahrt. Enderlein, der jetzt 50 Punkte auf dem Meisterschaftskonto hat, wirkte erleichtert: „Wir waren letzte Woche hier testen und als wir vorgestern ankamen, ging es auch gleich gut los. Meine beste Rundenzeit von 1:41,2 im Qualifying hat mich selbst fast umgehauen.“

Gradinger wirkte etwas zerknirscht. Der Meister von 2017, der anschließend in die Supersport-WM aufstieg, will unbedingt den nächsten Titel holen, der ihm zur Rückkehr in die WM verhelfen soll. „Wir hätten die Pace gehabt, wurden aber durch technische Probleme ausgebremst, für die niemand etwas kann“, gab der 25-jährige Yamaha-Fahrer zu Protokoll. „Beim Testen habe ich das Motorrad in die Botanik gestürzt, deshalb ist unser Ergebnis trotzdem viel wert.“

Um den dritten Platz gab es ein Gerangel zwischen Andreas Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex), Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber-Motos Racing) und Chris Beinlich (Roto-Store BRT). Das Trio konnte sich lange nicht einigen. Am Ende war Beinlich der Glückliche, der aufs Podest sprang. Noch drei Runden mehr und er hätte am Heck von Gradinger gekratzt. Der Pößnecker wetzte damit seine Scharte vom Vormittag aus. Im ersten Lauf war der 26-jährige Thüringer auf Position drei liegend gestürzt.

IDM Supersport, 2. Lauf:

1. Max ENDERLEIN (DEU), Yamaha
2. Thomas GRADINGER (AUT), Yamaha
3. Christoph BEINLICH (DEU), Yamaha
4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Kawasaki
5. Andreas KOFLER (AUT), Kawasaki
6. Yves STADELMANN (CHE), Yamaha
7. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), Yamaha
8. Melvin VAN DER VOORT (NLD), Yamaha
9. Milan MERCKELBAGH (NLD), Yamaha
10. Micky WINKLER (DEU), Kawasaki