Maß der Dinge in der IDM Supersport: Max Enderlein. Doch die Konkurrenz gibt sich vor dem ersten Rennen kämpferisch. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele, Anke Wieczorek

Er gilt als Titelfavorit wurde seiner Rolle im Qualifying zum IDM-Auftakt auf dem Lausitzring gerecht: Max Enderlein startet in den beiden Supersport-Rennen am morgigen Sonntag von der Pole Position. Thomas Gradinger und Christoph „Chris“ Beinlich komplettieren die erste Startreihe.

Beinlich war ganz aus dem Häuschen, versuchte aber trotzdem die Ruhe zu bewahren, „sonst regt mich das viel zu sehr auf“, meinte der Yamaha-Fahrer vom Team Roto Store BRT. Beinlich steht im Laufe seiner nunmehr fünfjährigen Supersport-Karriere zum ersten Mal in der ersten Reihe. „Das geht runter wie Öl“, gibt der 26-Jährige aus Pößneck offen zu, sieht aber: „Dieses Jahr fehlen sieben schnelle Konkurrenten, die nach der letzten Saison aufgestiegen sind oder die Klasse gewechselt haben.“

Beinlich ist aber auch schneller geworden, „wir haben dort weitergemacht, wo wir aufgehört haben und wollen jetzt auch noch mehr testen.“ Außerdem gefällt ihm der Lausitzring. „Irgendwie erinnert er mich an das Schleizer Dreieck, auch wenn es hier keine Wiese am Rand gibt. Aber die brauche ich nicht unbedingt.“

Enderlein hat die Messlatte mit einer Rundenzeit von 1:41,206 min hochgelegt. Der Hohenstein-Ernstthaler, der sich mit dem MR32 Racing Team vor einem Jahr auf eigene Beine stellte, dominierte schon im freien Training. Die Pole Position im Qualifying war das Sahnehäubchen obendrauf.

Ex-WM-Pilot Thomas Gradinger hat 0,751 Sekunden Rückstand. Im zweiten Qualifying stürzte er. Seine Yamaha erlitt schwere Beschädigungen. Heck, Rahmen, Auspuff und Front waren hinüber. Teamchef Thomas Eder behielt trotzdem seine gute Laune. „Wenn es den Fahrern gut geht, geht es dem ganzen Team gut. Alles andere kriegen wir wieder hin.“ Eder glaubt, dass Gradinger die Supersport-Rennen am Sonntag gewinnt. „Na klar habe ich Respekt vor Enderleins Rundenzeit. Trotzdem denke ich, dass Thomas gewinnt. Dafür sind wir hergefahren. Ein Platz in der ersten Startreihe ist im Kasten. Das war das erste Ziel. Jetzt gibt es nur noch eines: Sieg.“

In die Top Ten der Startaufstellung schafften es sechs Yamaha- und vier der insgesamt fünf Kawasaki-Fahrer.

Ergebnis Qualifying, IDM Supersport

1. Max ENDERLEIN (DEU), Yamaha
2. Thomas GRADINGER (AUT), Yamaha
3. Christoph BEINLICH (DEU), Yamaha
4. Andreas KOFLER (AUT), Kawasaki
5. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Kawasaki
6. Melvin VAN DER VOORT (NLD), Yamaha
7. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), Yamaha
8. Yves STADELMANN (CHE), Yamaha
9. Severin BINGISSER (CHE), Kawasaki
10. Micky WINKLER (DEU), Kawasaki