Es kann losgehen. Gabriel Noderer ist mit dem Kiefer Racing-Team und auch privat in die Königsklasse aufgestiegen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Noderer, privat

Neu-Superbiker Gabriel Noderer hat den großen Motorradführerschein gemacht und darf jetzt auch auf der Straße ungedrosselt am Kabel ziehen. Der 25-jährige BMW S 1000 RR-Fahrer vom Kiefer Racing Team musste sich bei der Prüfung gehörig umstellen.

„Eine Fahrstunde war Voraussetzung, dass ich zur Prüfung zugelassen werde. Den Mopedführerschein hatte ich schon. Trotzdem war es gar nicht so leicht. Du musst nämlich mit vier Fingern bremsen, aber auf der Rennstrecke nehme ich nur zwei! Ich musste mich voll konzentrieren, das richtig nach dem Lehrbuch zu machen, sonst lassen sie dich voll durchfallen.“ Die gute Nachricht: Noderer hat alle Hürden genommen und bestanden.

BMW hat ihm eine S 1000 RR zur Verfügung gestellt, die er als Trainingsmotorrad sowie auch privat einsetzen kann. „Sie ist auf der Straße eine Granate. Das Gute ist, dass sie relativ simpel vom Straßen- auf den Rennstreckenbetrieb umgestellt werden kann“, meint Noderer.

Auch für die IDM fühlt sich der Bayer aus Thalmässing bereit. „Ich bin körperlich gut drauf und habe viel trainiert. Morgens gehe ich oft Joggen. Mit dem Motorrad hatten wir leider nur wenige ergebnisreiche Tage auf der Rennstrecke. In Brünn waren fünf Grad. Am vergangenen Dienstag in Hockenheim konnte ich auch nur zehn Runden fahren, weil die Strecke so nass war. Wir müssen in den ersten zwei Rennen sehen, dass wir dort noch Fortschritte machen können.“