Das letzte Jahr ist abgehakt, nun startet Philipp Steinmayr bei Eder-Racing mit der Superbike-Yamaha neu durch. Fahrer und Teamchef haben große Visionen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Die IDM Superbike-Saison 2021 war für Philipp Steinmayr eine einzige Berg- und Talfahrt. Fünf von zwölf Rennen wurden für den 28-jährigen Österreicher zum Fiasko: gestürzt, ausgefallen, nicht gestartet, keine Punkte. Dagegen steht das Saisonhighlight: Steinmayrs fünfter Platz im ersten Superbike-Lauf von Most. Sein neuer Teamchef Thomas Eder glaubt, dass diese Leistung keine Eintagsfliege ist und wird ihm das Rüstzeug geben, um zum Wiederholungstäter werden zu können.

Für den aus Oberösterreich stammenden Steinmayr ist auch die Teamstruktur wichtig. Die ganze Crew besteht aus Freunden. Kumpel Thomas Gradinger startet in der Supersport 600, Steinmayr wird eine neu aufgebaute Yamaha R1M in der Königsklasse Superbike bewegen. Mittendrin zieht Thomas Eder die Strippen. Der Deutsche sagt: „Schon beim letzten Saison-Finale in Hockenheim haben wir darüber gesprochen, etwas zusammen zu machen. Ich denke, dass Philipp in der Superbike-Klasse generell Top 5-Platzierungen erreichen kann, wenn nicht sogar aufs Podium kommt. Das Zeug dazu hat er. Philipp braucht zuverlässiges Material und eine gute Stimmung, dann funktioniert das.“ Auch Steinmayrs Ziele gehen in diese Richtung, wenngleich er hinzufügt: „Das Niveau in der Klasse ist extrem hoch, aber an guten Tagen, wenn alles passt, ist nichts unmöglich.“

Steinmayr sieht nach der Trennung vom Team Bonovo Action by MGM in der gelaufenen Saison und seinem anschließenden Alleingang in der Top-Klasse in eine aussichtsreiche Zukunft, aber der Laufsieger des Alpe Adria Cups und Vizemeister der Österreichischen Meisterschaft muss bei Eder-Racing nun auch Ergebnisse liefern – damit nicht zuletzt im zweieinhalbtausend Einwohner starken Wolfern, der Heimatgemeinde von Steinmayr im Traunviertel, gefeiert werden kann.