Leo Rammerstorfer bleibt Bestandteil des Freudenberg-Teams. Er steht vor seiner erst zweiten kompletten Saison auf der Rundstrecke. Seine Wurzeln liegen im Motocross. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Team Freudenberg

Das sächsische Freudenberg Team bleibt in der Nachwuchsförderung weiter am Ball und behält den 17-jährigen Österreicher Leo Rammerstorfer auch 2022 an Bord. Somit ist mit dem stärksten Rookie der vergangenen IDM Supersport 300-Saison ein weiterer Fahrer in der Nachwuchsklasse fix.

Rammerstorfer fuhr mit den Sachsen 2021 in seine erste Saison und sahnte auf dem Red Bull Ring die Punkte für zwei dritte Plätze in den Rennen ab. Zudem gewann er die Premierensaison des Austrian Junior Cup mit sieben Siegen in acht Rennen.

Die Teamchefs Michael und Carsten Freudenberg sowie KTM unterstützen die Karriere mit allen Kräften. Der Österreicher konnte sich in der vergangenen Woche eine Cross-KTM bei seinem Team in Bischofswerda abholen. Das Bike ist Teil der Unterstützung von KTM. Die Marke rüstet das Team einerseits mit dem kleinen Flitzer RC 390 R für die Rennstrecke aus. Andererseits stellt KTM auch Cross-Motorräder zur Verfügung, die über den Teamchef an die Fahrer vergeben werden können.
Rammerstorfer wird auf jeden Fall in den Genuss kommen, im Winter damit Gas geben zu können, aber auch mit seinem Teamkollegen Lennox Lehmann auf Asphalt zu trainieren.

Carsten Freudenberg ist von der Entwicklung des Feldkirchners begeistert: „Leo zeigte eine echt starke Rookie-Saison 2021. Natürlich wünschen wir uns eine ständige Entwicklung unserer Fahrer. Dabei hat uns Leo mehr als überrascht! Er arbeitet sehr hart an sich und seiner Fitness, ist ein wahrer Marathonkämpfer und überlässt dabei nichts dem Zufall. Damit seine Entwicklung weiter voran geht, wird er über den Winter mit Fitness, Cross und seinem Trainingsbike aktiv sein. Wir möchten gemeinsam den nächsten Schritt machen. Konstante Top-5-Plätze, sowie der Kampf ums Podium sind unser gemeinsames Ziel. Natürlich träumt Leo auch von der Meisterschaft, aber das ist noch ein harter Weg.“

Rammerstorfer erhofft sich einiges von Scott Deroue, dem zweifachen Vizeweltmeister, der bei den Freudenbergs vor einer Woche für die Entwicklung der nächsten Auflage der RC 390 R angedockt hat, abgucken zu können. „Im Winter werde ich neben meinem Fitnesstraining in Spanien auf normalen Strecken und auch Kartstrecken trainieren, um mein Gefühl für das Motorrad noch zu verbessern. Zu Hause werde ich zusätzlich Motocross fahren. Ich will so viel wie möglich auf den Bikes sitzen.“