Ein grinsender Teamchef und ein zufriedener Fahrer. Jens Holzhauer hat das Gefühl, als wäre Luca Grünwald schon viel länger im Team. Text: Anke Wieczorek; Fotos: HRP-Team

Auf Kawasaki wurde Luca Grünwald 2020 Meister in der IDM Supersport 600-Klasse. Nach dem Aufstieg in die Königsklasse Superbike 1000 gelang ihm 2021 auf BMW sofort der dritte Platz in der Gesamtwertung. Doch das Kiefer-Team konnte den 27-jährigen Bayern aus Waldkraiburg nicht länger an sich binden. Grünwald konnte der Verlockung rund um Honda nicht widerstehen und fährt 2022 im Holzhauer Racing Promotion Team auf der CBR 1000 RR-R. Das Team testet bereits seit diesem Wochenende im spanischen Valencia.

Grünwald schien sehr schnell mit der Fireblade vertraut zu sein und schoss sich bei idealen Wetterbedingungen auf das Motorrad ein. „Er hat noch ein paar Änderungswünsche wie die Sitzposition, den Lenker und die Windscheibe, aber ansonsten ist er begeistert von unserem Bike“, sagt Teamchef Jens Holzhauer und freut sich, „dass Luca nicht gedacht hätte, dass die Honda schon so weit entwickelt ist.“

Grünwalds Karriere fing auf Minibikes an. Er gewann den deutschen Cup im Jahr 2006. In der Saison 2007 stieg er in den ADAC Junior Cup auf und wurde als jüngster Starter mit vier Siegen Meister. 2012 folgte der erste IDM-Titel in der 125 cm³-Klasse, zwei Jahre später der Gesamtsieg in der neu geschaffenen IDM Moto3-Klasse.

In der kleinen Klasse war Grünwald auch in der Weltmeisterschaft erfolgreich. Er bestritt 2018 die Supersport 300-WM, gewann das Rennen in Assen und wurde am Jahresende Gesamt-Vierter. Zwischendurch war der Bayer auch auf 1000 cm³-Motorrädern in der IDM unterwegs. Nachher probierte er sich auf 600ern in der IDM aus, was mit einem Titel auf Kawasaki belohnt wurde. Nun fehlt ihm nur noch der Titel in der Königsklasse Superbike 1000.