Marc Moser bleibt scharf auf einen Platz in der IDM Superbike 1000 und ist für alle Marken offen. Die Königsklasse ist seine erste Wahl. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Er war zum Schluss der einzige IDM-Superbiker im Bonovo Action by MGM Yamaha Racing Team, doch nach einer Fortsetzung sieht es für Marc Moser nicht aus. Das Team hat sich nach ersten Ansagen zwar bislang nicht offiziell aus der Serie verabschiedet, aber Moser sucht schon seit dem Saisonende eine neue Heimat.

Ein Auftaktsieg in Oschersleben, Pole Position in Most, Dritter in Assen und am Schluss Neunter in der Gesamtwertung. Moser will mehr und rührt an allen Ecken und Enden. Rein zufällig sei er mit Kawasaki-Teamchef Emil Weber ins Gespräch gekommen. Doch bei näherer Betrachtung habe er mit der Motorradmarke bisher noch keinen Frieden schließen können, wird aus Mosers Blick in die Vergangenheit deutlich. „Ich hatte den persönlichen Tiefpunkt meiner Karriere, als ich 2017 auf Kawasaki meine schlechteste Saison in der Superstock 1000-EM einstecken musste.“ Das sitzt. Der Dieburger fuhr sechs Jahre in der Klasse, trat in 39 Rennen an, 14 Mal holte er Punkte, in der Saison 2017 aber nur einen einzigen. 2019 startete er in der IDM Superbike 1000 durch.

Moser will nach nunmehr drei Jahren auch weiterhin in der deutschen Königsklasse bleiben und ist offen für alles. In der FIM Endurance World Championship hat er die Fühler ebenfalls ausgestreckt, aber bisher gibt es nirgendwo Vertragsverhandlungen.

Die rennfreie Zeit nutzt der bisherige Yamaha-Fahrer, um sein Studium voranzutreiben. Wenn alles nach Plan läuft, hat der Hesse im Jahr 2022 den Master in Corporated Performance & Restructuring in der Tasche.