Technikchef Burkhard Stember und Florian Alt sind ein eingespieltes Team, aber der Superbike-Titelgewinn ist nur drin, wenn Alt alle Rennen fährt. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Teamchef Benny Wilbers hat mit Florian Alt und Nachwuchsmann Marco Fetz die IDM Superbike 1000-Fahrer für 2022 benannt. „Die Verträge sind noch nicht unterschrieben, aber wir sind uns einig“, sagt der Teamchef von Wilbers-BMW Racing.

Ein Punkt liegt dem Geschäftsmann aber schwer im Magen: Wie in der vergangenen Saison gibt es auf den Terminkalendern der IDM und der FIM Endurance World Championship (EWC) Überschneidungen. Wenn beispielsweise die IDM im Juni in Oschersleben gastiert, trägt die EWC bei ihrer Rückkehr auf den Kurs von Spa-Francorchamps in Belgien ein 24-Stunden-Rennen aus.

Das Problem von Wilbers ist, dass er deshalb auf seinen Fahrer Florian Alt verzichten muss. Der Vizemeister in der deutschen Königsklasse soll 2022 den Titel holen. Doch Alt steht gleichzeitig seit Jahren in Diensten von VRD Igol Expériences, einem französischen Yamaha-Team aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Da die WM rangmäßig über der IDM steht, hätten die Franzosen das Vorrecht auf Alt und könnten bei Nichterscheinen aufgrund einer Terminüberschneidung sogar eine Lizenzsperre für den 25-Jährigen erwirken. „Die Franzosen wollen ihn haben und wir auch“, fasst Wilbers den Konflikt zusammen.

Die Lösung könnte ein Gespräch mit dem Teamchef von VRD Igol Expériences in einer Woche bringen. Er reist zu Wilbers ins niedersächsische Nordhorn. „Wir müssen einen Weg finden, mit dem beide Seiten glücklich sind“, weiß Wilbers.