Der Sport hat sein Leben verändert, aber die aktive Rennfahrer-Karriere von Christof Höfer hat jetzt ein Ende. Jetzt will er anderen Fahrern auf die Sprünge helfen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Für seine Rennsport-Karriere speckte er über 60 Kilogramm ab. Es hat sich gelohnt. Christof „Fifty“ Höfer hat erreicht, was er wollte und sogar noch mehr: Er hat den Titel im German Endurance Cup geholt, den Suzuki GSX-R 1000-Cup gewonnen und er ist beim diesjährigen IDM-Finale in der IDM Superbike 1000 in die Punkteränge gefahren. Die neun Punkte in der Topklasse waren für den BMW M 1000 RR-Fahrer aus Reiskirchen das Sahnehäubchen. Jetzt, ein paar Tage später, schaltet der 31-Jährige als aktiver Rennfahrer den Motor aus, verfolgt aber weiterhin große Pläne im Motorradrennsport.

Den ehemals pummeligen Fifty von früher gibt es nicht mehr. Vor fast 14 Jahren hat sich alles gedreht. Auslöser war ein Rennen des Yamaha-Cups in Hockenheim, bei dem er Zuschauer war. Daraufhin wollte Fifty nur noch eines: Motorradrennen fahren und im Yamaha-Cup aufs Podest kommen. Er zog das Ding mit dem Abspecken durch und machte seinen Traum wahr, auch einen dritten Platz im Yamaha-Cup.

„Mit 17 Jahren begann diese für mich unglaubliche Reise. Und als ich jetzt beim IDM-Finale im zweiten Rennen die Ziellinie überquerte, konnte ich das für mich letzte fehlende Häkchen als Rennfahrer erfüllen“, kommuniziert der Hesse, „aber wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.“ Der Tag ist gekommen. „Ich habe meine persönlichen Ziele als aktiver Rennfahrer mehr als erreicht.“
In Zukunft widmet sich Christof „Fifty“ Höfer in seiner F73-Academy vor allem der Nachwuchsförderung. Als Teamchef und Instruktor bleibt er weiterhin auf und neben der Rennstrecke.