Wohin geht´s? Mit seinem Gastauftritt in der Supersport 300-WM hat sich Dirk Geiger (links neben WM-Vize Booth-Amos) für alle Seiten empfohlen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: donnyfoto.com, Dino Eisele

In der IDM Supersport 300 kämpfte er um den Titel, wurde aber nach technischen Problemen und einem Sturz doch nur Gesamt-Vierter in der Nachwuchsklasse. Dennoch zeichnet sich Dirk Geigers Aufstieg in die Supersport 300-Weltmeisterschaft immer mehr ab, spätestens seit seiner Glanzvorstellung als Gastfahrer am vergangenen Wochenende im portugiesischen Portimão.

Nur einen Tag nach dem IDM-Finale am letzten September-Wochenende wurde der 19-jährige Mannheimer vom Freudenberg KTM WorldSSP Team für die Konkurrenz freigestellt. Die Crew aus dem sächsischen Bischofswerda verhalf ihrem Fahrer somit zu einem WM-Einsatz im Team Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki.
Zwei Tage später saß der angehende Mediendesigner im Flugzeug nach Portugal und kurz darauf das erste Mal auf einer Kawasaki. „Das ist ein völlig anderes Motorrad als meine gewohnte KTM und ich musste meinen Fahrstil umstellen“, berichtet Geiger. Ging der Hintern auf Grundeis? „Am Anfang habe ich einfach meinen Stiefel gemacht und versucht, von den schnelleren Fahrern, die mich im Training überholt haben, etwas zu kopieren. Vor dem ersten Rennen war ich dann aber sehr nervös. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, was da auf mich zukommen wird.“
Nach 13 Runden auf dem Algarve International Circuit kam Geiger hinter dem späteren Vizeweltmeister Tom Booth-Amos als Sechster ins Ziel. Im zweiten Lauf wurde er als Fünfter gewertet. Das Ergebnis des Deutschen überstieg alle Erwartungen. „Mit der KTM hätte ich mich vielleicht in der Führungsgruppe gesehen“, meinte Geiger selbst überrascht, „aber mit der Kawasaki nicht. Sie war doch ganz neu für mich.“

Nun steht der Badener mit Rob Vennegoor und Frank Krekeler, den beiden Chefs von Füsport-RT Motorports by SKM-Kawasaki, zwecks 2022 in Kontakt. Für ihn ist klar: Sein Weg soll kerzengerade in die Supersport 300-WM führen. Eine Stellungnahme über die Pläne des Freudenberg-Teams gibt es noch nicht. „Ich bin gespannt, wie und mit wem es weitergeht.“ Für Geiger dürfte interessant sein, welche Rolle er dabei spielt.