Mal fix abgehoben nach Portugal: Dirk Geiger springt kurzfristig als Ersatzfahrer in der Supersport 300-WM ein und fährt Kawasaki. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Manchmal entscheiden sich Dinge über Nacht. Nach zwei Jahren und vielen Erfahrungen hat der Südafrikaner Dorren Loureiro beschlossen, nicht mehr an der FIM Supersport 300 World Championship teilzunehmen. Der 22-jährige Fahrer aus Johannesburg traf seine Entscheidung nach dem dramatischen Rennwochenende in Jerez. Loureiro meldete sich mit 51 WM-Punkten und als Gesamt-16. beim niederländisch-deutschen Füsport–RT Motorsports by SKM–Kawasaki Team ab.

Teamchef Rob Vennegoor hat in Dirk Geiger einen Ersatzfahrer für das derzeit in Portugal stattfindende WM-Finale gefunden. Der Mannheimer gehört zu den erfolgreichsten Teilnehmern der IDM Supersport 300. Er holte in der Saison vier Siege für das Freudenberg KTM WorldSSP Team.

„Natürlich wäre unser Teamfahrer Marvin Siebdrath unsere erste Wahl für die Kawasaki gewesen“, spricht Vennegoor offen, „aber er hat so kurzfristig nicht einspringen können.“ Siebdrath ist vor einer Woche mit Füsport–RT Motorsports by SKM–Kawasaki IDM-Vizemeister geworden. „Wichtig ist mir, dass wir einen schnellen Fahrer verpflichten konnten. Und bei Dirk hat alles gepasst“, so Vennegoor weiter. „Das Freudenberg-Team gibt ihm die Möglichkeit, den Einsatz für uns zu fahren und damit auch einem deutschen Nachwuchssportler die Chance, auf Weltniveau zu agieren.“

Für den 21-Jährigen ist das internationale Parkett nicht ganz neu. Er fuhr bereits in der Moto3-Weltmeisterschaft sowie der Moto3-Junior-WM. Im heutigen freien Training in der Supersport 300-WM lernte Geiger die Kawasaki Ninja 400 zum ersten Mal kennen. Er wurde mit einer Zeit von 1:57,238 min auf der 18. Position von 42 Fahrern gelistet.