Er fährt in der Langstrecken-WM, ist Testfahrer für Dunlop, aber Reiti kommt auch von den Sprintrennen nicht los. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Der dreifache Meister Markus Reiterberger kehrte 2021 für drei Veranstaltungen auf BMW in die IDM Superbike 1000 zurück. Der Bayer ist der Meinung, dass die gefahrenen Sprintrennen für die persönliche Weiterentwicklung wichtig sind. Im Gegensatz zur Langstrecken-Weltmeisterschaft im BMW Motorrad World Endurance Team, gibt es hier für 2022 noch keine Vereinbarung. Aber Reiti sagt ganz klar: „Die IDM hat brutal an Niveau gewonnen, es war toll, ein Teil dieser Saison gewesen zu sein.“

Reiterberger hat drei der sechs IDM-Rennen, an denen er dieses Jahr teilnahm, gewonnen. Den Doppelsieg beim Finale in Hockenheim widmete er seinem ehemaligen und unvergessenen Mentor Ralf Waldmann. Vor genau dreißig Jahren hatte Waldi an dieser Stelle den Grand Prix in der 125 ccm-Klasse gewonnen.

Für Reiterberger waren die diesjährigen Rennen in der IDM ein Zugewinn. Im BCC-Team von Andy Gerlich habe er Erfahrungen auf der gesammelt und einen Motivationsschub erhalten. „Als Privatier wird man es aber immer schwerer haben als in einem werksunterstützten Team. Wenn große Kaliber in einem Werksteam verpflichtet werden, wird es für uns umso schwieriger“, sagt Reiterberger.
Bei dem 27-jährige Bayern sowie auch Teamchef Gerlich besteht Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, abgemacht sei aber nichts.

„Ich hatte ursprüngliche andere Ziele“, wirft Reiterberger, für den es nach dem letzten Aufstieg in der Superbike-WM nicht weiter ging, ein, „aber irgendwann muss man sich anderweitig Gedanken machen. Nur möchte ich den Fokus nicht verlieren. Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig und nicht überall ein bisschen.“
Zurzeit trainiert Reiterberger mit seinem EWC-Teamkollegen und diesjährigen Deutschen Meister Ilya Mikhalchik für das Saisonfinale der Langstrecken-WM in Most. Gleich am Montag nach dem IDM-Finale ging es für die Beiden von Hockenheim nach Tschechien.