Tim Reeves und Kevin Rousseau siegten im ersten Sidecar-Rennen in Hockenheim. Mit weiteren 25 Zählern auf ihrem Meisterschaftskonto wird der Kampf um den Titel immer enger. Text: Rowena Hinzmann, Foto: Björn Gramm

Ein turbulentes erstes IDM Sidecar-Rennen auf dem Hockenheimring endete nach zehn Runden mit einem Sieg von Tim Reeves/Kevin Rousseau (Bonovo Action Team/Adolf RS F1, 600 cm³). Der Lauf wurde vorzeitig abgebrochen. Markus Schlosser und Marcel Fries (Team Schlosser/LCR F1, 600 cm³) gewannen zwar den Start, aber noch in der ersten Runde wechselten die Positionen der beiden WM-Teams und blieben bis zum Schluss unverändert. Bennie Streuer und Jeroen Remmé (Bonovo Action Team/Adolf RS F1, 600 cm³) wurden als Dritte gewertet.

Josef Sattler und Luca Schmidt (Bonovo Action Team/Adolf RS F1, 600 cm³) retteten sich nach einer verkorksten Anfangsphase hinter den beiden Gaststartern Mike Roscher/Anna Burkhard (LCR-BMW F1, 1000 cm³) und Lucas Wyssen/Thomas Hofer (LCR-Yamaha, 600 cm³) auf den sechsten Platz. „Ich bin zu Beginn überhaupt nicht in meinen Rhythmus gekommen“, berichtete Sattler unzufrieden. Er hatte sich in der dritten Runde verbremst und um Haaresbreite einen Überschlag vermeiden können. Dadurch fiel das deutsche Duo von Rang vier auf zwölf zurück, konnte sich aber wieder nach vorn kämpfen.

Da die Gäste Roscher und Wyssen nicht gewertet werden, kassierten Sattler/Schmidt somit noch 13 wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Die Kontrahenten im Titelkampf sind durch den Sieg des achtfachen Weltmeisters Tim Reeves enger zusammenrückt. Max Zimmermann/Ferry Segers wurden Siebte vor Janez Remse/Manfred Wechselberger (beide Adolf RS F1, 600 cm³).

Eine Kollision zwischen Peter Kimeswenger/Kevin Kölsch (LCR F1, 600 cm³) und dem Tabellen-Zweiten Markus Schwegler/Ondrej Kopecky (LCR F1, 600 cm³) blieb nicht ohne Folgen. Schwegler fiel auf die neunte Position zurück, aber viel schwerer wog die Tatsache, dass an Kimeswengers Gespann der Kotflügel anbrach.
Als sich der Kotflügel zunehmend löste und flatterte, wollten ihn die Sportkommissare mit der „Spiegelei-Flagge“ in die Box beordern, aber Kimeswenger schaffte den Weg zurück nicht mehr. Bereits in der Sachs-Kurve flog der Kotflügel ab. Beifahrer Kölsch stürzte von seinem Sitz und verletzte sich. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen und Kölsch ins Medical Center gebracht.

Einigermaßen glimpflich davon gekommen sind dagegen die Österreicher Franz Kapeller/Markus Billich (Adolf RS F1, 600 cm³). Nach einem Überholmanöver gegen Wiggert Kranenburg/Jouk Hahn in der letzten Runde brach beim Anbremsen in die Kurve das Heck aus. Sie überschlugen sich und das Gespann blieb rücklings liegen. Markus Billich brach sich dabei das Sprunggelenk.

Im Team Peter Schröder erwischte es beim Start seine Beifahrerin Carolin Zimmermann. Beim Getümmel nach dem Start kam es zu Berührungen, bei denen sie sich leichte Verletzungen am Rücken zuzog.

Weiter geht es am Sonntag mit dem zweiten Rennen um 12:15 Uhr. Es wird live unter www.idm.de übertragen.

IDM Sidecar, Ergebnis Rennen 1:

  1. REEVES/ROUSSEAU (GBR/FRA)
  2. SCHLOSSER/FRIES (CHE/CHE)
  3. STREUER/REMMÉ (NLD/NLD)
  4. ROSCHER/BURKARD (DEU/CHE)
  5. WYSSEN/HOFER (CHE/CHE)
  6. SATTLER/SCHMIDT (DEU/DEU)