Trommeln gehört zum Handwerk: Paul Fröde ist 19 Jahre jung und will im kommenden Jahr in die IDM Superbike 1000 aufsteigen. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Dino Eisele

Theoretisch könnte Paul Fröde seinen Titel im IDM Superstock 600-Cup beim Finale in Hockenheim verteidigen. Praktisch trennen den 19-jährigen Hohenstein-Ernstthaler vom derzeit führenden Noah Lequeux jedoch 17 Meisterschaftspunkte. Doch egal, wie das vom 24. bis 26. September 2021 stattfindende Saisonende im badischen Motodrom ausfällt: Fröde peilt für 2022 den Aufstieg in die IDM Superbike 1000 an.

„Ja, das ist der Plan“, spricht Fröde offen über das Thema. „Es gibt auch erste Gespräche, aber es ist nichts fix.“ Er beschreibt seine Chancen als „nicht so schlecht“, hätte aber nichts dagegen, von weiteren Entscheidern angesprochen zu werden. Für den Sachsen ist der Aufstieg in die Königsklasse eine ernst gemeinte Angelegenheit.

Derzeit fährt Fröde wie auch im vergangenen Jahr die einzige Honda im Superstock 600-Feld, das trotz geringerer Umbauten an den Motorrädern gemeinsam mit der IDM Superstock 600 startet, jedoch bei getrennter Wertung. Fünf Läufe hat Fröde in der laufenden Saison gewonnen, kein Konkurrent hat mehr zu bieten. Cup-Spitzenreiter Lequeux aus Luxemburg hat nur vier Siege, aber insgesamt die bessere Bilanz, weil er in jedem Rennen gepunktet hat. Fröde dagegen wurde gleich beim Saisonauftakt in Oschersleben in der Einführungsrunde vor dem Re-Start des zweiten Laufes von einem Supersport-Piloten abgeräumt. „Es ist alles ein bisschen blöd gelaufen“ berichtet Fröde, „denn später in Assen ist im zweiten Qualifying der Motor hochgegangen, im ersten Rennen lief die Honda deshalb nicht rund, im zweiten Lauf funktionierte sie schon besser, aber noch lange nicht ordentlich.“

Zuletzt in Spielberg auf dem Red Bull Ring musste Fröde erneut zurückstecken. „Mit der Strecke bin ich nicht sofort klar gekommen. Im Rennen ist gleich am Anfang Supersportler Melvin van der Voort direkt vor mir gestürzt. Das Ausweichen hat mir einen heftigen Rückstand eingebrockt. Zehn Sekunden konnte ich zwar aufholen und ich bin die gleichen Rundenzeiten wie Lequeux auf seiner Yamaha gefahren, aber einholen konnte ich ihn eben nicht mehr.“ Endgültig abgerechnet wird aber erst in Hockenheim.