Reicht es morgen für einen Sieg? Pole Position in der IDM-Königsklasse auf dem TT Circuit in Assen für Ilya Mikhalchik auf der BMW und bei seiner Freundin. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Das Qualifying in der IDM Superbike 1000 hatte es in sich, bevor die Startaufstellung für die beiden Rennen am morgigen Sonntag fest stand. Nun werden sich Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW), Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) und Marc Moser (Bonovo Action by MGM Racing) in der ersten Reihe nebeneinander aufreihen. Die zweite Reihe nehmen Bastien Mackels (SWPN), Julian Puffe (GERT56) und Luca Grünwald (Kiefer Racing) ein. In der dritten folgen Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing), Vladimir Leonov (Hertrampf MO Yamaha Racing) und Toni Finsterbusch (GERT56).

Das zweite Qualifying musste wegen eines Sturzes des IDM-Führenden Dominic Schmitter (Hess Racing) unterbrochen werden. Der Schweizer war mit einem Highsider aus dem Geschehen gestürzt und wurde von seiner Yamaha am Hals getroffen. „Ich kann alles bewegen“, meldete er sich, „denke jedoch, dass die Hüfte angeknackst oder gebrochen ist.“ Schmitter erlitt keine offenen Verletzungen, ist jedoch schon auf dem Rückweg in die Schweiz. Dort wird er sofort ins Krankenhaus kommen und gründlich durchgecheckt.

Im ersten Qualifying hatte Florian Alt die Zeitenliste bis drei Minuten vor dem Ende angeführt, dann flog Ilya Mikhalchik förmlich an ihm vorbei und raubte ihm die Bestzeit. Der Ukrainer bestätigte seinen Anspruch auf die Pole Position im zweiten Qualifying.

An den Titelgewinn mag der 24-jährige Gesamt-Zweite trotzdem noch nicht denken, auch wenn Schmitter morgen in der Königsklasse nicht am Start sein wird. Der Schweizer führt die Meisterschaft mit nur sechs Punkten Vorsprung an, die sich morgen in Luft auflösen werden. „Ich werde einfach versuchen das Tempo konstant zu halten“, so Mikhalchik, „ dabei ist es mir egal, wer vor oder hinter mir ist. Ich konzentriere mich nur auf mich selbst. Wenn es möglich ist, nehme ich alle verfügbaren Punkte mit.“ Ein weiser Plan, sich so viele Zähler wie möglich zu sichern, denn wenn die IDM demnächst auf dem Red Bull Ring gastiert, betritt Mikhalchik Neuland. Er kennt den Kurs bisher nur vom Video und von der Playstation.

Im Wilbers-BMW-Racing Team wurde viel am Setup der M 1000 RR verändert, „mehr als wir ursprünglich wollten“, gibt Florian Alt zu wissen. „Der Wind auf dem TT Circuit ist ziemlich stark und wir haben noch ein paar Probleme am Kurveneingang. Aber wir sind guter Dinge. „Wir sind mit dem Pirelli SCX gefahren, haben aber auch den SC0 getestet. Wir werden aber erst morgen eine Entscheidung treffen.“

Luca Grünwald hat sich mit der Kiefer-BMW auf eine aussichtsreiche Position gehievt. „Der sechste Startplatz ist gar nicht so schlecht“, gab Teamchef Jochen Kiefer Auskunft, „im Rennen ist er sowieso noch besser drauf.“

IDM Superbike 1000, Q1+Q2:

1. Ilya MIKHALCHIK (UKR/BMW)
2. Florian ALT (DEU/BMW)
3. Marc MOSER (DEU/Yamaha)
4. Bastien MACKELS (BEL/Yamaha)
5. Julian PUFFE (DEU/BMW)
6. Luca GRÜNWALD (DEU/BMW)
7. Valentin DEBISE (FRAU/Kawasaki)
8. Vladimir LEONOV (RUS/Yamaha)
9. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)
10. Philipp STEINMAYR (AUT/Yamaha)
11. Dominic SCHMITTER (CH/Yamaha)
12. Pepijn BIJSTERBOSCH (NLD/BMW)
13. Ricardo BRINK (NLD/BMW)
14. Marco FETZ (DEU/BMW)
15. Nico THÖNI (AUT/Kawasaki)