Tagesziel erreicht: Marc Moser drehte die schnellste Rundenzeit im Training. Die beiden Sonntagsrennen in der Königsklasse werden per Livestream übertragen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Diesmal hat es geklappt. Beim Saisonauftakt in Oschersleben hatte Marc Moser (Bonovo Action by MGM) die Pole Position noch an Florian Alt abgeben müssen, aber im tschechischen Most ließ sich Moser die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Er holte seine erste Pole Position in der IDM Superbike 1000. Sein Plan war aufgegangen. Moser holte die Bestzeit von 1:34,284 min im ersten Qualifying. Eine Vorsichtsmaßnahme, falls es in der zweiten Session regnen würde. „Ich habe gemerkt, dass es eine gute Runde wird. In drei Kurven wäre mir beinahe das Vorderrad eingeknickt. Das war für mich das Zeichen, dass ich am Limit bin“, berichtet Moser.

Der 28-Jährige Yamaha-Pilot ist einer der Kandidaten, der morgen neuer Spitzenreiter in der Gesamtwertung werden könnte. Denn Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) verliert seine Führungsposition auf jeden Fall. Der Ukrainer geht dieses Wochenende seinen Verpflichtungen in der Langstrecken-WM nach und setzt in der IDM aus.

Die gleichen Chancen haben aber auch Mosers Kameraden neben und hinter ihm in der Startaufstellung. Luca Grünwald und das Kiefer Racing Team haben sich binnen kürzester Zeit hervorragend aufeinander eingespielt. Und vor zwei Wochen war Grünwald schon privat für Testzwecke im tschechischen Motodrom. Er wollte mit seinem Teamkollegen Björn Stuppi die Strecke erkunden und möglichst viele Runden fahren. Das zahlt sich jetzt aus.

Bastien Mackels (Team SWPN) verdrängte Dominic Schmitter (Hess Racing) vom dritten Startplatz und schickte den Schweizer in die zweite Reihe. Schmitter hatte das zweite Qualifying ausgelassen und sah tatenlos zu. „Das ist eine Prestigesache. Mir ist es völlig egal, ob ich dritten oder vierten Startplatz losfahre. Da habe ich doch lieber einen Reifen gespart, den wir aufziehen können, falls es morgen einen Abbruch gibt. Ich wäre vorbereitet für den „worst case“. Und er fügt hinzu: Ich glaube, dass wir morgen auch ohne ein zweites Qualifying mit vorne seine werden. Ich hoffe nur, dass die Elektronikprobleme am Motorrad endlich gelöst sind.“

1. Marc MOSER (DEU/Yamaha)
2. Luca GRÜNWALD (DEU/BMW)
3. Bastien MACKELS (BEL/Yamaha
4. Dominic SCHMITTER (CHE/Yamaha)
5. Julian PUFFE (DEU/BMW)
6. Philipp STEINMAYR (AUT/Yamaha)
7. Nico THÖNI (AUT/Kawasaki)
8. Vladimir LEONOV (RUS/Yamaha)
9. Marco FETZ (DEU/BMW)
10.MOHR Jan (AUT/BMW)