Christoph Beinlich nimmt Anlauf für die IDM Supersport 600. Nach den ersten Tests hat der Thüringer ein gutes Gefühl. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Kati Seidel

Mittwochs und am Wochenende Cross-Training und erst kürzlich ein Test in Oschersleben zur Vorbereitung auf die IDM: Bei Christoph „Chris“ Beinlich läuft´s.

Wenn Chris Beinlich im thüringischen Pößneck die örtliche Motocross-Strecke sehen will, muss er nur das Fenster öffnen. Theoretisch kann der 25-Jährige vom Team Roto-Store BRT das Kommen und Gehen auf der Piste beobachten, aber er fährt lieber selbst – mindestens ein Mal in der Woche. Er rüstetet sich für den Kampf in der IDM Supersport 600. „So viele starke Fahrer an der Spitze hatten wir noch nie“ beobachtet er die Einschreibungen. Wo ordnet er sich auf der Yamaha R6 selbst ein? „Realistisch gesehen in den Top Ten, auch wenn das auf Dauer schwer ist“, stapelt er vorerst tief.

Dabei hat Beinlich nach dem Oschersleben-Test am vergangenen Wochenende ein gutes Gefühl. „Jan-Ole Jähnig und Max Enderlein. Marc Buchner, Dino Iozzo und Rob Hartog waren zur gleichen Zeit vor Ort und ich konnte die ersten Vergleiche ziehen“, berichtet Beinlich. „Jan-Ole und Max waren am schnellsten, mit Rob Hartog war ich auf Augenhöhe, aber schneller als die weiteren Fahrer aus unserer Klasse.“

Beinlich war zwei Tage in der Motorsport Arena. Am Samstag wurde der Rennmotor eingefahren. Am Sonntag ging es mit Vollgas zu Sache, aber nur für drei Turns. „Es hatte zu regnen angefangen“, erzählt Beinlich und fügt gut gelaunt hinzu: „Vielleicht wäre bei mir sonst noch mehr gegangen. Es war gut, dass wir 600er-Fahrer gemeinsam gestartet sind und gleichzeitig aus den Boxen rausgefahren sind. Da hatte man immer gleich jemanden vor der Flinte. Gleichzeitig haben meine Gegner gemerkt, dass ich auch da bin – ich habe mich gegen ihre Angriffe gewehrt.“
Trotzdem wagt sich Beinlich nicht, die Gegner in der IDM Supersport 600 wirklich einzuschätzen. „In Oschersleben fand ein Training statt, kein IDM-Rennen. Das ist noch einmal etwas ganz anderes.“ Technisch ist der Yamaha-Pilot auf dem gleichen Stand wie Enderlein und Jähnig. Er hat das Motorrad im vergangenen Jahr neu aufgebaut.