Rob Hartog hat seiner IDM Supersport 600-Kawasaki in Assen zum ersten Mal Auslauf gegeben. Teamkollege Iozzo trainiert derweil in Spanien. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Damon Teerink

Großer Auflauf im Team FÜSPORT – RT Motorsports by SKM-Kawasaki im niederländischen Assen. Gestern erfolgte für die Mitglieder die Generalprobe vor der großen Punktejagd in der IDM. Die Mannschaft entlud den Truck und baute das komplette Interieur auf. „Wir wollen keine Fehler machen, wenn die Rennsaison beginnt“, erklärt Teammanager Rob Vennegoor. IDM Supersport 600-Pilot Rob Hartog kam in den Genuss, seine ersten Runden auf der neuen Kawasaki zu drehen. Kollege Dino Iozzo war nicht dabei. Er trainiert momentan in Spanien, aber Vennegoor weiß, was unter der südlichen Sonne abläuft und hält große Stücke auf den Südafrikaner.

Rob Hartog aus Abbekerk ist vor genau vor zwei Wochen 29 Jahre alt geworden. Er ist der Cousin des ehemaligen Grand-Prix-Rennsiegers Wil Hartog. Die Rennsport-Gene liegen in der Familie. Im Januar 2021 hielt sich der Niederländer noch mit seinem eigenen Motorrad fit. Gestern erhielt er von seinem Team FÜSPORT – RT Motorsports by SKM-Kawasaki seine neue ZX-6R. „Er war richtig gut drauf, selbst bei nur 10 Grad, die wir trotz Sonnenschein hatten“, berichtet Rob Vennegoor. Er glaubt, dass Hartog auf Dauer in der IDM Supersport 600 vorne mitfahren kann.

Das Team startet eine Großoffensive in der IDM und hat neben seinen obligatorischen IDM Supersport 300-Piloten erstmals auch 600er am Start. Die Verpflichtung von Dino „Bambino“ Iozzo aus Johannesburg könnte laut Vennegoor zum Volltreffer werden. „Er trainiert jede Woche drei Tage auf einer Rennstrecke. Zurzeit ist er in Valencia. Er hat wahrscheinlich schon so viele Kilometer gemacht wie kein anderer Fahrer. Er wird auch jede Strecke in Deutschland genau testen.“ Wenn Iozzo in den IDM-Rennen nicht stürzt, könne er laut Vennegoor in der IDM glänzen. Der Teammanager räumt aber auch ein, dass eben genau das die Gefahr ist. „Dino ist 19 und gibt immer Vollgas, auch bei zehn Grad. Rob ist 29 und denkt aus Erfahrung mit. Er übertreibt es nicht, ist aber voll da, wenn er da sein muss. Ich bin selbst gespannt.“