Schnellster 600er-Supersportler am Samstag in Assen: Jeroen Hilster. Er testete drei Tage mit seinem Teamkollegen Colin Velthuizen von Lentink Sports Racing. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Lenting Sports Racing

Jeroen Hilster und Colin Velthuizen sind nach dem Rollout in Spanien erneut in Fahrt gekommen. Trotz des kalten Wetters hielten die beiden IDM Supersport 600-Piloten von Lentink Sports Racing drei Trainingstage in Assen durch und erzielten sogar deutliche Fortschritte in der Vorbereitung aufs erste IDM-Rennen.

Eigentlich hätte am heutigen Samstag, dem 9. April 2021, die erste Runde der International Dutch Championship (IDC), also der nationalen Meisterschaft stattfinden sollen, aber die aktuelle Corona-Situation machte einen Strich durch die Rechnung. Auf dem TT Circuit Assen dürfen noch keine Wettbewerbe ausgetragen werden. Das Gute: Die Strecke durfte trotzdem befahren werden. Der Samstag wurde in einen Trainingstag unter dem Namen IDC Masterclass umgewandelt.
Für Jeroen Hilster und Colin Velthuizen war es der dritte in Folge.
Trotz der Temperaturen, die sich höchstens im niedrigen zweistelligen Bereich aufhielten, konnten beide Fahrer an der Abstimmung der Yamaha YZF-R6 arbeiten. Ein kleiner Crash von Hilster musste in Kauf genommen werden. Der Niederländer steckte ihn unbeschadet weg und setzte seinen Aufwärtstrend fort. Im letzten Jahr wurde er Gesamt-14. in der IDM Supersport 600.

Der abschließende Samstag bestand aus drei Sessionen. Die ersten zwei Turns fanden auf einer trockenen Strecke. Der 19-jährige Hilster und Supersport 600-Rookie Velthuizen, der 17 Jahre alt ist, behaupteten sich an diesem Tag auf den Yamahas als die schnellsten anwesenden Fahrer in ihrer Klasse. Velthuizen, im letzten Jahr, Gesamt-Dritter in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300, schaffte es sogar, das Tempo zu steigern. Der dritte Tag sollte mit einer Rennsimulation enden. Kurz zuvor begann es zu nieseln. Es war zu nass für den Einsatz von Slick-Reifen, aber zu trocken für Intermediates oder Regenreifen. Das Team beschloss, nur den Start zu üben.