Die Drei vom Team LRP Poland: Dominik Vincon, Bartlomiej Lewandowski und Kamil Krzemien. In der IDM wird auf eine BMW M 1000 RR umgestiegen und der Teamchef fährt selbst. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Team LRP Poland

Vor zwei Jahren hatte Dominik Vincon seinen letzten Auftritt in der IDM Superbike 1000. Damals ersetzte er den verletzten Jan Bühn im belgischen Zolder. Vincon wurde Dritter, bekam als Gastfahrer aber keine Punkte. 2021 greift der BMW-Fahrer aus Knittlingen im Team LRP Poland mehrmals an.

Hinter LRP Poland stehen Bartlomiej Lewandowski aus Warschau, Kamil Krzemien aus dem polnischen Dolna sowie Dominik Vincon aus Baden-Württemberg. Krzemien wird alle IDM-Rennen in der Königsklasse bestreiten. Auch Teamchef Lewandowski ist permanent eingeschrieben. Seine Einsätze sollen sich aber auf fünf bis sechs Events beschränken. Den Rest übernimmt Vincon als Gastfahrer. „Auf dem Sachsenring, in Schleiz und in Hockenheim bin ich jeden Fall am Start“, weiß der 29-Jährige, der bei allen anderen Veranstaltungen als Riding Coach im Team eingesetzt ist.

Vom 19. bis zum 21. März testete der Schwabe auf der Grand Prix Strecke in Valencia mit seinen Kollegen vorerst die Arbeitsgeräte, die das Team LRP Poland in der Langstrecken-Weltmeisterschaft einsetzt. Es handelt sich hierbei um die BMW S 1000 RR. Am ersten der drei Testtage blieben die Motorräder wegen eines heftigen Regenschauers, der bis in die Nacht gewütet hatte, still. Danach lieferten sich vorwiegend der 21-jährige Krzemien und Vincon Duelle um die besseren Zeiten. „Mit dem Langstrecken-Motorrad kam es aber nicht in erster Linie auf eine schnelle Runde an“, berichtet Vincon, „wir haben uns vielmehr auf die Abstimmung des Motorrads für das kommende 24h-Rennen in Le Mans konzentriert. Und den letzten Tag haben wir ausgiebig dafür genutzt, viel Fahrzeit auf den Rennbikes zu sammeln.“

Anders als in der Endurance-WM wird LRP Poland in der IDM Superbike 1000 mit der neuen BMW M 1000 RR ausrücken. Eigentlich hätte die erste Maschine schon in Valencia ihre Jungfernfahrt haben sollen, doch sie wurde genau einen Tag vor der Abfahrt des LkW geliefert und die Zeit reichte nicht mehr, um sie für einen Renneinsatz vorzubereiten.

Vincon sagt: „Wir haben uns aber auch mit der S 1000 RR insgesamt gut geschlagen. Aber ich freue mich trotzdem megamäßig, dass wir für die Sprintrennen in der IDM die neue „M“ einsetzen werden und ich bei drei Veranstaltungen selbst Gas geben darf.“