Ilya Mikhalchik hat gut Lachen unter der spanischen Sonne. Er hat bisher die Bestzeit vorgelegt, aber die Konkurrenz rückt näher. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Werner Daemen ist äußerst zufrieden. Der Chef des EGS-alpha-Van Zon-BMW-Teams beobachtet mit Wohlwollen die Zeiten, die nicht nur sein Top-Fahrer Ilya Mikhalchik, sondern auch die Kollegen Jan Mohr, Pepijn Bijsterbosch und Tim Eby bei den Tests in Spanien vorlegen. Während seine IDM Superbike 1000-Fahrer in Aragón weilten, unterzog sich der 49-jährige Daemen persönlich einem großen Gesundsheitscheck mit positivem Ergebnis. Für den umtriebigen Belgier gibt es keinen Grund, einen Gang runterzuschalten.

Inzwischen ist das Team nach Valencia weitergereist. Der IDM Superbike-Vize Ilya Mikhalchik ist auf dem 4,5 Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo derzeit noch 0,7 Sekunden zügiger als die folgenden Trainingsteilnehmer pro Runde unterwegs. Seine Top-Runde absolvierte er in 1:34,912 Minuten. Am morgigen Sonntag geht es für alle Anwesenden aus der IDM-Königsklasse zum vorerst letzten Mal auf die Strecke.

“Ilya ist wirklich sehr schnell auf der neuen BMW M 1000 RR. Es gibt viele neue Sachen an dem Motorrad wie das Fahrwerk, einen neuen Stoßdämpfer und die verstellbare Hebelumlenkung” erzählt Daemen und gibt preis, das gerade letztere an der S 1000 RR-Version doch sehr arbeitsaufwändig ist. Ein weiteres Plus an der “M” seien die “wings”, also die Flügel an der Verkleidung. “Ilya hat das Motorrad schon in Le Mans ausprobiert, als wir für die Endurance-WM trainiert haben. Auch Markus Reiterberger war bei dem Einsatz sofort begeistert.”

In der IDM Superbike 1000 soll Mikhalchik den Titel nach 2018 und 2019 zum dritten Mal ins Team holen. “Für Ilya kommt gar nichts anderes in Frage”, unterstreicht Daemen die Ambitionen des 24-jährigen Ukrainiers. Als größte Konkurrenten hat er Florian Alt (Wilbers-BMW) und Dominic Schmitter (Hess-Racing, Yamaha) auf der Rechnung. Weitere Spitzenfahrer lauern aber auch im eigenen Rennstall auf der S 1000 RR. “Pepijn Bijsterbosch war in Aragón schon gut dabei”, resümiert Daemen den bisherigen Testverlauf. Auch Neuzugang Jan Mohr traut er inzwischen Podiumsplätze zu, “vielleicht nicht von Beginn an, aber ich denke, da geht etwas. Tim Eby hat ebenfalls gute Zeiten vorgelegt. Er lernt ständig dazu.”