Testtour durch Europa mit Sonne, Regen, Geburtstagstorte, aber kein Sturz: Martin Vugrinec ist schon zu 90 Prozent in Form. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Archiv Vugrinec

“Spider”-Martin Vugrinec hat die ersten Teststationen in Spanien abgearbeitet. Dass ihm sein zukünftiger Konkurrent Patrick Hobelsberger in Aragón später die Bestzeit unter den anwesenden IDM Supersport 600-Piloten abluchste, bereitet dem Vize von 2020 keine Kopfschmerzen.

Vugrinec ist der pragmatische Typ. “Eine schnelle Runde zu drehen, ist nicht meine große Stärke. Das Rennen ist entscheidend”, sagt der 21-jährige Yamaha R6-Fahrer vom ferQuest Unior Racing Team. Inzwischen ist der Kroate auf alles vorbereitet. “In Calafat hat es zum Beispiel geregnet, das mag ich überhaupt nicht. Trotzdem bin ich den ganzen Tag auf der Strecke gewesen und das Ergebnis war sehr produktiv. Vor allem bin ich kein einziges Mal gestürzt. Das Regentraining sehe ich mittlerweile als echten Bonus im Testprogramm an.”

Vugrinec sagt, dass er sich noch nicht in Topform befinde, aber schon bei 90 Prozent, “und der Rest wird auch kein Problem sein.” Er ist wirklich heiß auf den IDM-Titel. Seit heute trainiert “Spider”-Martin in Kroatien. Drei Tage auf der Strecke von Rijeka stehen auf dem Plan. Danach geht es weiter zu seiner Familie, die 200 Kilometer weiter zu Hause ist.

Auch bei seiner Großmutter hat er schon vorbeigeschaut. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, eine Geburtstagstorte zu backen, auch wenn niemand ihrer Besucher aktuell seinen Ehrentag beging. “Da wir zu unseren Geburtstagen fast nie zu Hause sind, gibt es die Torte eben, wenn wir gerade da sind”, klärt Enkel Martin auf. Lange dauert es trotzdem nicht mehr, bis gefeiert werden kann. Vater Ivica wird am kommenden Samstag 50 Jahre alt, Martin hat seinen 22. Geburtstag am 24. März. Bruder Ivan folgt am 20. April.

Bis dahin wird Martin Vugrinec noch drei weitere Tage in Rijeka und auch auf dem Pannoniaring trainiert haben.