Ende der Ungewissheit: Für Julian Puffe ist die Einigung mit GERT56 wie eine Rückkehr nach Hause. Auch von der Moto Racing School mit Andi Thümmler und Nicki Scharf kommt Unterstützung. Text: Anke Wieczorek; Foto: Team

Aller guten Dinge sind Drei. Nach Toni Finsterbusch und Lucy Glöckner hat nun auch Julian Puffe einen Superbike-Fahrerplatz im neuen IDM-Team GERT56 erhalten. Puffes Zukunft ist damit sogar für die nächsten zwei Jahre gesichert. Zunächst in kleinerem Umfang, aber spätestens 2022 wieder in Vollzeit.

Als sich seine Zeit vor zwei Jahren im BMW-Team von Werner Daemen trotz des Vizetitels dem Ende neigte, wechselte der Lokalheld aus Schleiz ins HRP Honda-Team. Er beendete die Saison 2020 als Gesamt-13. Nun kehrt der 20-Jährige zurück zu BMW und zwar zu GERT56. Es handelt sich um genau das Team, mit dem er 2018 in der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2018 den ersten Klassensieg eines deutschen Langstrecken-WM-Teams überhaupt feiern konnte. GERT56 hatte die 24 Stunden von Le Castellet in der Superstock-Wertung gewonnen.

In der bevorstehenden IDM Superbike 1000-Saison stehen bei Puffe einige Gaststarts auf dem Fahrplan. Im Hintergrund agiert er als Test- und Entwicklungsfahrer bei der Vorbereitung der neuen BMW M 1000 RR. Im Falle des Falles steht der 1,85 Meter-Mann als Reserve-Fahrer bei GERT56 parat. Die Ersatzrolle könnte ihn aber auch ins Team Fifty73 Academy / Werk 2 by MCA mit Cristof Höfer und Leon Langstädtler befördern, denn das ist das von GERT56 unterstützte Partnerteam in der Königsklasse. Für die drei Wildcard-Einsätze, stellt übrigens Stammfahrer Toni Finsterbusch sein privates Bike für Puffe zur Verfügung.

Unterstützung erhält Puffe auch von der Moto Racing School (MRS), in der er unter Nicki Scharf und Andi Thümmler als Instruktor arbeiten wird. Puffes Job ist es, den Rennstrecken-Kunden zu zeigen und zu lernen, wie man das bayrische Superbike artgerecht bewegt.

GERT56-Teammanager Karsten Wolf hat sich nicht vorschnell für die Erweiterung entschieden. „Wie es bei uns zum guten Ton gehört, habe ich die Personalie Puffe vorher intern mit Lucy, Toni und den drei Crew-Chiefs besprochen und mir deren Meinung und Sichtweisen angehört. Wir werden auch nach unserer Endurance-Zeit Teamplayer bleiben. Noch bevor ich Toni Finsterbusch nach der Bereitstellung des Bikes für Julian fragen konnte, hat er es von sich aus angeboten. Eine Geste neben der Strecke, die mir Mut macht im Umgang der beiden Freunde auf der Strecke.“

Die Rückkehr von Julian Puffe als Vollzeitrennfahrer ist für 2022 vorgesehen.