Lange geredet, lange probiert und lange überlegt: Marco Fetz macht keine halben Sachen und hat bei Wilbers-BMW-Racing zugesagt. Text: Anke Wieczorek; Foto: Ralf Reinhardt

Es wird aufgerüstet. Wilbers-BMW-Racing ist nach der One-Man-Show der letzten Jahre wieder mit einem Zwei-Mann-Team in der IDM Superbike 1000 vertreten. Florian Alt ist als Titelhoffnung schon länger gesetzt. Die für 2021 erhoffte Verpflichtung von Nachwuchstalent Marco Fetz war ein offenes Geheimnis. Jetzt ist der Vertrag mit dem Bayern von beiden Seiten unterschrieben.

„Nach der schwierigen Corona-Saison 2020, in der wir aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl den BMW Motorrad BoxerCup beenden mussten, kommen wir nun gestärkt in die IDM Superbike 1000 zurück“, ist Teamchef Benny Wilbers überzeugt. „Wir haben nun zwei heiße Eisen im Feuer. Florian hat in der Saison 2020 bewiesen, was er drauf hat. Auch bei der Entwicklungsarbeit hat er großes Potential gezeigt. Gemeinsam mit unserem technischen Leiter Burkhard Stember hat er das ´Traction Control´ Fahrwerk entwickelt, welches nun in Serie produziert wird.“

Der 20-jährige Marco Fetz hat 2020 ein Superbike-Lehrjahr im Team Suzuki Laux absolviert und stand nach ersten Gesprächen mit Wilbers-BMW-Racing zwischen den Stühlen. Der Ausstieg von Suzuki aus der IDM nahm ihm die Last der Entscheidung teilweise von den Schultern. Die Zukunft von Fetz, der schon länger mit dem Wilbers-Motorrad geliebäugelt hatte, heißt nun endgültig BMW. „Wir konnten ihm mit unserer Fahrwerkstechnik schon 2018 zum Titel in der Klasse Superstock 600 verhelfen und nach den Bonovo Testtagen in Oschersleben, bei denen er unsere BMW gefahren ist, waren wir überzeugt, ihn in unser Team aufnehmen zu müssen“, erklärt Wilbers die Zusammenarbeit. Ende Februar wird in Spanien getestet.