Rick Dunnik fährt seit letzem Jahr IDM Supersport 300 und könnte dieses Jahr den Titel holen. Text: Dirk Johae; Fotos: Dino Eisele/IDM 2020

Rick Dunnik (18, NL, Zuwi HD-Racing) auf Yamaha führt vor dem IDM-Finale in Hockenheim die Nachwuchsklasse Supersport 300 an. Mit seinem Laufsieg auf dem Lausitzring eroberte der Niederländer die Spitzenposition. Der Vizemeister des Vorjahres startet als Favorit auf die Meisterschaft in die Entscheidung.

Dunnik hat sich seine Erfolge in der IDM Supersport 300 hart erkämpft. Show and shine sind dem Blondschopf fremd. Das 18 Jahre alte Talent stammt aus Staphorst in der Provinz Oberijsssel, 20 Kilometer nördlich von Zwolle gelegen.

Der schnelle Niederländer ist kein Freund großer Worte. Er lässt lieber Taten sprechen: schnelle Rundenzeiten und zählbare Ergebnisse. Und für gute Resultate braucht er noch nicht einmal das beste Material. Das bewies er schon im Vorjahr beim Auftakt auf dem Lausitzring, als er mit einer Yamaha im leistungsschwächeren Cup-Trimm hinter Gaststarter Koen Meuffels jeweils Zweiter wurde.

Aber in dieser Saison ist die Konkurrenz in der IDM Supersport 300 noch stärker geworden. „Das Niveau ist viel höher. Jetzt sind es zehn Fahrer, die ein Rennen gewinnen können“, betont Dunnik. Bis jetzt haben sich fünf Fahrer die sechs Rennsiege untereinander aufgeteilt. Ob die 15 Zähler Vorsprung auf dem Weg zum Titel reichen?

Sein Vater Harm sorgt dafür, dass die rund 52 PS starke Yamaha perfekt für die Einsätze vorbereitet ist.
Er war selbst Rennfahrer und gründete 2008 sein eigenes Team. Zu den betreuten Fahrern zählt seit seinen frühen Minibike-Tagen auch Sohn Rick. Mit neun Jahren feiert der Filius als heimischer Junior-A-Meister seinen ersten Titel.

Ab 2013 geht es für das Familienteam im Molenaar Honda NSF 100 Cup weiter. Nach zwei Gesamtsiegen wechselt Rick Dunnik zunächst in den ADAC NEC Moto3 Cup und 2017 in den European Talent Cup (ETC). Doch die insgesamt zwei Saisons erweisen sich für den Holländer als Sackgasse.

Im vergangenen Jahr wechselt er in die IDM und biegt damit wieder auf die Erfolgsspur ein. Seine stärksten Leistungen zeigte er auf dem Lausitzring und in Hockenheim. Beim Finale sammelte er 45 von 50 möglichen Punkten. Dunnik feierte in Hockenheim seinen ersten IDM-Laufsieg und wurde im anderen Rennen Zweiter. Für das diesjährige Finale kann es wohl kaum eine bessere Empfehlung geben.