Bekanntes Gesicht, neues Team: Toni Finsterbusch und GERT56 sind ab sofort in der IDM Superbike 1000 am Start. Text: Anke Wieczorek; Fotos: GERT56

Nach dem Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft 2018/2019, zwei Siegen in 24-Stunden-Rennen sowie mehreren Podiumsplatzierungen im FIM Endurance Superstock World Cup richtet sich das Team GERT56 neu aus. GERT56 zieht sich aus der Langstreckenszene zurück und tritt in der IDM Superbike 1000 an. Das Debüt findet bereits am kommenden Wochenende beim IDM-Finale 2020 in Hockenheim statt. Fahrer der BMW, Modell K67 (Baujahr 2020), ist Toni Finsterbusch.

Die Entscheidung des Privatteams kommt nicht von ungefähr: immer längere Renndistanzen, weitere Destinationen und Rennen im Winter sind auf Dauer nicht zu stemmen. „Es waren viele Gründe, die uns direkt vor dem Finale der FIM Endurance World Championship 2019/2020, das am gleichen Wochenende wie das IDM-Finale ausgetragen wird, zum Umschwung bewegt haben“, sagt Teamchef Karsten Wolf und fügt hinzu: „Wir haben unsere Sponsoren und Partner bereits informiert und ein positives Feedback erhalten.“

In Hockenheim beginnt für das Team eine neue Zeitrechnung, außer für Toni Finsterbusch. Er fuhr 2018 und 2019 auf Suzuki in der IDM Superbike 1000, wurde zuerst Gesamt-Sechster und im Jahr darauf Achter. Danach erfolgte der Wechsel zu GERT56 in die Endurance-WM. Mit dem Team aus dem sächsischen Pirna bestritt er ein Rennen in Le Mans, zwei EWC-Tests in Oschersleben sowie zwei Tests in Hockenheim zur Vorbereitung auf die IDM-Teilnahme. Der 27-Jährige startet auf einer BMW S 1000 RR, ausgestattet mit Komponenten des neuen Fahrwerkspartners WP Suspension.