Bekannte Gesichter: Ilya Mikhalchik, Jonas Folger, Florian Alt. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele/IDM 2020

Jonas Folger (Bonovo action by MGM Racing) gewann auch das fünfte Rennen in der kurzen Saison der IDM Superbike 1000. Sein Vorsprung zu Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) betrug 7,503 Sekunden. Dass der Bayer auf seiner schnellsten Runde sogar drei Zehntel schneller war als beim Kampf um die Pole Position, erfuhr er erst im Ziel. Für Folger war es auf der Yamaha YZF-R1M kein Kinderspiel gewesen, sich auf die Strecke einzuschießen, die er zuvor nicht kannte. „Ihr Zustand ist schlecht“, stellte er fest und fügte hinzu: „Ich denke, es ist nicht vermessen, wenn wir hier von einer Buckelpiste sprechen. Der Belag hat die besten Jahre längst hinter sich. Das ist für einen Streckenneuling für mich natürlich ein Alptraum. Wegen der vielen Unebenheiten haben wir uns unglaublich schwer getan, die Elektronik abzustimmen.“ Folger sagte aber auch sofort: „Die Streckenverhältnisse sind für alle gleich.“
Somit gab es in der Reihenfolge der Fahrer beim Zieleinlauf auch keine größeren Ausreißer. Mikhalchik freute sich, dass der Abstand zu Folger auf dem Lausitzring noch nicht größer angewachsen war. Der Ukrainer kann das Potential der BMW S 1000 RR noch nicht abrufen, wie er selbst sagte. Seine Crew war schwer am Hantieren mit den Reifen.


Florian Alt (Wilbers-BMW) setzte sich in der nachfolgenden Kampfgruppe gegen Erwan Nigon (Kawasaki Weber-Motos Racing), Vladimir Leonov (EGS-alpha-Van Zon-BMW),
Dominic Schmitter (Hess Racing) und Marc Moser (Bonovo action by MGM Racing) durch.
Der 24-jährige Gummersbacher bemerkte: „Wir sind alle bedeutend schneller als im letzten Jahr.

Schmitter und Leonov waren schwer zu überholen.“ Schmitter hat sich in der kurzen Saison schon öfter in Szene gesetzt, nur hat der Yamaha-Fahrer aus der Schweiz noch nicht den endgültigen Durchbruch in Richtung Podium geschafft.

Dominic Schmitter (Hess Racing)

Nigon erreichte als Kawasaki-Einzelkämpfer mit Platz vier sein bisher bestes Saisonergebnis. Moser hat mit Folger einen sehr guten, erfahrenen Teamkollegen an der Seite, denn Folger schafft mit seinen Siegen auch eine Basis für Daten, die auch den anderen Fahrern im Team helfen. Wenn die Blätter und Kurven des Datarecordings übereinandergelegt werden, lassen sich die Linien ganz genau vergleichen. Auf diese Weise können wichtige Schlüsselstellen für eine Verbesserung gefunden werden. Alex Polita (Honda Holzhauer Racing Promotion) bekam in den letzten zwei Runden massive Probleme mit dem Vortrieb. Bei Honda herrscht momentan gedämpfte Stimmung.

Rennen 1, IDM Superbike 1000

1. Jonas Folger (D), Yamaha, 16 Runden in 26:23,852 min
2. Ilya Mikhalchik (UKR), BMW, +7,503 sec
3. Florian Alt (D), BMW, +19,931 sec

4. Erwan Nigon (F), Kawasaki, +22,448 sec
5. Vladimir Leonov (RUS), BMW, +25,551 sec
6. Dominic Schmitter (CH), Yamaha, +26,146 sec