Neuer Tag, neuer Anlauf: Der Schweizer Markus Schlosser hat den achtfachen Weltmeister Tim Reeves auf der Strecke geschlagen. Text: Anke Wieczorek, Dirk Johae; Fotos: Dino Eisele/IDM 2020

Die Schweizer Markus Schlosser/Marcel Fries gewannen auf LCR-Yamaha das zweite Rennen der IDM Sidecar auf dem Lausitzring. In der siebten von zwölf Runden bremste Schlosser den achtfachen Weltmeister und IDM-Titelverteidiger Tim Reeves und Beifahrer Kevin Rousseau aus und setzte sich an die Spitze. Die Spitzenreiter im IDM-Klassement bauten ihren Vorsprung bis ins Ziel auf 5,177 Sekunden aus.

„So hätte das gestern auch ausgehen können, wenn ich mehr Eier gehabt hätte“, resümierte Schlosser. „Normalerweise wäre unser Vorsprung heute noch viel größer gewesen, denn es gab eine Gelbphase, nachdem ich an Reeves vorbei war. In diesem Moment war ein überrundeter Fahrer vor mir. Ich konnte ihn bei Gelb aber nicht überholen. In dieser Zeit ist Reeves wieder auf uns aufgelaufen, vorbeigekommen ist er nicht.“ Der geschlagene Weltmeister führte einen stockenden Motor als Ursache für den Verlust der Spitzenposition an.

Hinter dem „Berlin Express“ von Reeves/Rousseau schafften ihre Teamkollegen Bernie Streuer/Ilse de Haas kurz vor dem Ziel den Sprung aufs Podium. Die Holländer von Bonovo Action by MGM Racing hatten einen schlechten Start, verwiesen später aber den finnischen Ex-Weltmeister Pekka Päivärinta und seine Beifahrerin Emmanuelle Clement noch auf den vierten Platz.

Die Meisterschaftsführenden in der 1000er-Klasse, Mike Roscher und Anna Burkard, hielten sich aus den 600er-Duellen heraus und wurden Gesamt-Sechste. Aber wie schon im ersten Rennen gewannen sie ihre Klasse im LCR-BMW-Gespann mit deutlichem Vorsprung.

Rennen 2, IDM Sidecar 600 cm³

1. Markus Schlosser (CH)/Marcel Fries (CH), LCR Yamaha, in 21:42,053 min
2. Tim Reeves (GB)/Kevin Rousseau (F), ARS Yamaha, + 5,177 sec
3. Bennie Streuer (NL)/Ilse de Haas (NL), ARS Yamaha, + 10,520 sec

Rennen 2, IDM Sidecar 1000 cm³

1. Mike Roscher (D)/Anna Burkard (CH), LCR BMW, in 22:44,732 min
2. Helmut Lingen (D)/Michael Prudlik (D), LCR Suzuki, + 41,068 sec
3. Rogier Weekers (NL)/Remco Moes (NL), RCN Suzuki, – 1 Rde