IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM Sidecar: Josef Sattler hat ein „kleines Juwel“ als Beifahrer gefunden

IDM Sidecar: Josef Sattler hat ein „kleines Juwel“ als Beifahrer gefunden

Bonovo action powered by MGM Racing hat wieder zugeschlagen, Tim Reeves mit einem Doppelsieg und Josef Sattler mit Rookie Luca Schmidt auf dem dritten Platz. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Team

Das Team Bonovo action powered by MGM Racing mischte am Wochenende die französische Meisterschaft auf. Alle drei Sidecar-Kombinationen, die permanent in der IDM starten, standen auch in Frankreich mindestens einmal auf dem Siegerpodest. Vor allem Josef Sattler war rundum glücklich, denn er spielt dank eines 17-jährigen Ersatzbeifahrers jetzt auch wieder mit.

An Tim Reeves/Kevin Rousseau ging in beiden Rennen auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours kein Weg vorbei, obwohl der Multi-Weltmeister nur von der zweiten Startposition losgefahren war. Bennie Streuer/Ilse Haas kamen als Zweite aufs Podium hinter den Teamkollegen. Der zweite Lauf hatte es für das Pärchen in sich. Das niederländische Duo hatte im sonntäglichen Qualifying technische Probleme gehabt und musste eine Aufholjagd von P 25 aus starten. Ergebnis: Platz vier.

Josef „Sepp“ Sattler hat sich nun endgültig für den 17-jährigen Luca Schmidt als Ersatzbeifahrer entschieden. „Ich glaube, ich hab da ein Juwel gefunden. Natürlich ist er ein Neuling, aber er hat sich in jedem Turn gesteigert, sogar ganz extrem. Ich bin hochzufrieden“, betonte der Routinier immer wieder. Im ersten Rennen sprang der vierte Platz, im zweiten sogar der dritte Rang heraus. Sattler hat sich mit dem jungen Thüringer ein echtes Nachwuchstalent geangelt – und das nach nur zehn Runden gegenseitigem Beschnuppern beim Testen in Oschersleben. Der Bayer sagt: „Jeroen Remmé wird verletzungsbedingt 2020 definitiv keine Rennen als Beifahrer bestreiten. Luca ist ab jetzt mein Ersatzpassagier in der IDM und auch in der WM.“

Schmidt war nach dem Podiumsplatz völlig überwältigt und konnte seine Gefühle gar nicht in Worte fassen. Für Sattler ist aber klar: „Das war der Auftakt. Die großen Hürden stehen uns erst bevor, wenn zum Beispiel auch noch Markus Schlosser mitfährt. Natürlich werden wir alles versuchen, um nach vorne zu kommen, die anderen aber auch.“