Colin Velthuizen ganz vorn in der IDM Supersport 300, das ist der Wunsch der Kawasaki-Mannschaft von Rob Vennegoor und Frank Krekeler. Dass ihr Fahrer Tom Booth-Amos (hinten) die WM anführt, ist ein gutes Zeichen. Text: Dirk Johae; Foto: Damon Teerink

Tom Booth-Amos von RT Motorsports by SKM-Kawasaki führt nach den ersten beiden WM-Läufen in Jerez in die Supersport-300-Gesamtwertung an. Der 24 Jahre alte Engländer gewann auf der Kawasaki Ninja 400 in Spanien zwar keinen der beiden Läufe. Aber der Fahrer aus dem Team von Rob Vennegoor und Frank Krekeler sammelte mit dem zweiten und dem dritten Platz genügend Punkte, um die Gesamtspitze zu übernehmen.

Warum das so wichtig ist? Die in der WM erfolgreiche Kawasaki-Mannschaft bestreitet mit einem Fünf-Fahrer-Team auch die Läufe in der IDM Supersport 300. Im mit 33 Fahrern besetzten Starterfeld zählt ihr Fahrer Colin Velthuizen als Vorjahresvierter zu den Favoriten. „Er war im letzten Jahr der Schnellste in unserem Team, deshalb orientiere ich mich an ihm“, sagt sein deutscher Teamkollege Micky Winkler. Der 18-jährige Schleizer hat sich von seinem Beinbruch erholt, den er ausgerechnet bei seinem Heimrennen erlitt. Dadurch verpasste er die halbe Saison.

Neben Velthuizen und Winkler hofft auch Teamkollege Marvin Siebdrath auf eine gute Saison. Obwohl der 16 Jahre alte Fahrer aus Wildenfels bei Zwickau im Vorjahr erst zum dritten IDM-Wochenende einstieg, konnte er sich unter den Top Ten platzieren. Neu im Team ist der erst 14-jährige Jorke Erwig. Komplettiert wird das Quintett von RT Motorsports by SKM-Kawasaki durch den belgischen Neuzugang Luca de Vleeschauwer.

Während es für das niederländisch-deutsche Kawasaki-Team beim WM-Auftakt in Andalusien so gut lief wie noch nie, erlebte das Freudenberg Junior Team eine Enttäuschung. Ihr Fahrer Jan-Ole Jähnig, 2017 der erste IDM Supersport 300-Gesamtsieger Meister und im Vorjahr WM-Achter, musste sich mit der KTM R 390 R nach einer schlechten Startposition mit den Plätzen 17 und 22 zufriedengeben. Doch wie extrem eng es in der Nachwuchsklasse im Rahmen der Superbike-WM zugeht, zeigt der Abstand von Jähnig im zweiten Lauf auf Gesamtsieger Bahattin Sofuoglu (Yamaha) von nur 9,3 Sekunden.

Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf weckt die sechstschnellste Zeit von Jähnigs Teamkollegen Chris Stange im Warm Up. Für das Team von Michael und Carsten Freudenberg führt der Weg nun nach Portimao in Portugal, wo schon am kommenden Wochenende der dritte WM-Lauf ansteht. Danach geht es für die Freudenberg SWC WorldSSP Academy gleich weiter zum IDM-Auftakt mit den Nachwuchsfahrern Lennox Lehmann, Jann Netzker und Lennard Göttlich. Vom 14. bis 16. August werden in Assen die ersten IDM-Punkte vergeben. Dort treffen die KTM-Fahrer auch auf das RT Motorsports by SKM-Kawasaki, das den Schwung aus der WM in die IDM mitnehmen will.