Marc Buchner ganz vorn. Für den IDM Supersport 600-Vize von 2019 ist es die einzige Möglichkeit, sich zu verbessern. Aber auch 2020 bleibt er der "Man in black". Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Wer sich Zahlen Schwarz auf Weiß betrachtet, wird schnell feststellen: Marc Buchner hat sich in jedem Jahr um einen Platz verbessert. Angefangen hat es 2017, als er Gesamt-Vierter in der IDM Supersport 600 wurde. Ein Jahr später schloss er die Saison als Dritter ab und im vergangenen Jahr als Vize.
Einer war in allen Jahren vor ihm: Max Enderlein, der zweifache Meister und nochmalige Titelverteidiger. Welchen Plan hat Yamaha YZF-R6-Fahrer Buchner jetzt?

Prognosen gibt der 29-Jährige aus Königswinter nicht ab. In der wegen der Corona-Pandemie auf acht Läufe verkürzten Saison kann alles passieren. „Ich versuche konstant zu fahren und wenige Fehler zu machen.“ Buchner freut sich riesig auf den Wettkampf. Bei Testfahrten in Oschersleben ist er unter seiner Vorjahreszeit geblieben.
Auch die Teilnahme am ONK SuperCup600, bei dem es sich um die Niederländische Meisterschaft handelt, lohnte sich für den Mann mit der Startnummer „47“. Buchner wurde in Assen Dritter hinter Glenn van Straalen und Victor Steeman. „Der Fokus lag nicht auf dem Gewinnen der Läufe. Mir war wichtig, überhaupt ein Rennen zu fahren, um wieder in den Rhythmus zu kommen“, versicherte Buchner. Die Gegnerschaft war nicht zu unterschätzen. Van Straalen hat seine Hauptaufgabe in der Supersport-300-WM und Steeman kennt seine Hausstrecke aus dem Eff-Eff. Ihn wird Buchner allerdings auch in der IDM Supersport 600 wiedertreffen. Und bekanntlich beginnt der IDM-Auftakt vom 14. bis 16. August 2020 auf dem TT Circuit Assen. Dann wird es für alle richtig ernst. Buchner war an den letzten Wochenenden immer auf seinem Rennmotorrad unterwegs, um seine Ausgangsposition zu stärken.