Ricardo Brink peilt 2020 einen Platz unter den besten Fünf an. Das machen andere Fahrer auch. Kann sich der Niederländer durchsetzen? Text: Anke Wieczorek; Foto: Henk Teerink

Als Ricardo Brink 2018 in der IDM Superbike 1000 eincheckte, war er zunächst ein Niederländer mehr auf der Zeitenliste. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen. Brink ist jetzt 22 Jahre alt, weist eine steigende Leistungskurve auf und sollte im Kampf um die Podiumsplätze in der IDM-Topklasse längst nicht mehr unterschätzt werden. Der Baumonteur vom SWPN-Team hat mit einer nagelneuen Yamaha YZF-R1M in Assen den ersten Testtag für 2020 absolviert.

Gesamt-Elfter 2018, Siebter 2019. Dazu Podiumsplätze auf dem Lausitzring und in Assen. Ricardo Brink sollten die Spitzenfahrer auf der Rechnung haben. Nicht immer, aber immer öfter. „Wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht“, glaubt der 1,85 Meter große Mann aus lJsselmuiden nach dem ersten Roll-out ganz fest. „Zwar ist die Konkurrenz 2020 extrem stark, aber ich bin körperlich fit, um auch unter den Top Fünf angreifen zu können, denn ich bin im Winter viel Motocross gefahren. Und das neue Motorrad hat sich beim ersten Roll-out auch sehr gut angefühlt. Ich hatte bis dahin acht Monate nicht mehr auf der Yamaha gesessen. Das letzte Mal war es beim IDM-Finale in Hockenheim. In zwei Wochen wollen wir auf dem Lausitzring testen. Das ist jedenfalls der Plan.“

Noch wird Ricardo Brink oft unterschätzt. Doch selbst Rückschläge können ihn auf seinem Weg bremsen. 2015 verletzte er sich auf seiner Heimstrecke in Assen schwer am Rücken. Doch er kam am Saisonende wieder. Über ein halbes Jahr nach seinem Unfall kehrte der damalige ONK Supersport 600-Fahrer auf Anhieb als Fünfter des Rennens zurück. Ihm wurde umgehend ein Vertrag für das Folgejahr angeboten.