Ein bisschen Spaß muss sein, aber wenn es um Corona geht, hält sich IDM Superbike 1000-Pilot Dominic Schmitter strikt an die Regeln. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Privat

Die Schweiz ist schön, gilt als Steuerparadies und genießt den Ruf eines blitzsauberen Landes. Doch auch um die Bergidylle und zahlreichen Seengebiete macht das Corona-Virus keinen Bogen. Wie geht es derzeit IDM Superbiker Dominic Schmitter, 25 Jahre, Yamaha-Fahrer bei Hess Racing, wohnhaft in Altstätten im Kanton St. Gallen? Wir haben bei ihm nachgefragt.

Wie erlebst Du die Corona-Krise?

Am Anfang war es sehr ungewohnt, dass alle Läden zumachen und sich jeder an Social distancing halten sollte. Schritt für Schritt macht hier in der Schweiz auch immer mehr dicht. Ich denke, dass wir bald auf der Spitze der Krise sind. Hoffe ich zumindest…  Sogar unsere Post wurde auf das Minimum reduziert. Ich musste jetzt ein paar Sachen anders organisieren. Im Moment ist alles umständlicher als sonst.

Ist Deine Region stark betroffen?

In der Ostschweiz haben wir zum Glück noch wenige Fälle. Aber auch hier werden es täglich mehr und mehr.

Hast Du Familie, oder Freunde, die erkrankt sind? Oder bist Du selbst erkrankt?

Momentan haben wir in unserem Kreis Glück. Das liegt aber auch daran, dass wir uns alle sehr streng an die Vorgaben des Bundes halten. Das heißt: Jeder Bürger sollte sich so verhalten als ob er selbst infiziert wäre.

Wie schützt Du Dich?

Ich bleibe so oft wie möglich zu Hause und meide den direkten Kontakt zu meinen Mitmenschen.

Wie verbringst Du den Tag? Training?

Morgens steht eine halbe Stunde Spinning auf dem Plan, danach gibt es Frühstück. Nach dem Essen lerne ich momentan Sprachen wie Englisch und Italienisch. Da ich jetzt viel Zeit habe, möchte ich diese sinnvoll nutzen. Vor dem Mittagessen ist ein Krafttraining angesagt. Auf den Teller kommt momentan asiatische Küche. Ich will da auch noch mehr Rezepte ausprobieren. Nachmittags radle ich auf meinem Hometrainer und der Abend ist mit Netflix oder Gaming verplant.

Stehst Du mit anderen IDM-Fahrern in Kontakt?

Ich tausche mich ab und zu mit „Fifty“ Christof Höfer und meinem Teamkollegen Jan Mohr aus.

Hast Du eine Chance, irgendwo Motorrad zu fahren?

Im Moment bleibt mir nur das Gaming. Theoretisch könnte ich auf den öffentlichen Straßen fahren, da ich ja letztes Jahr meinen Motorradführerschein gemacht habe. Aber ich möchte als Sportler vorbildlich reagieren und mich an die Empfehlung des Bundes halten.