Im Deutschen Langstrecken Cup (DLC) ist Nils Endter (rechts) eine bekannte Größe. Mit Jörg Teuchert (Mitte) hat er auch für die Kurzdistanz trainiert. Text: Anke Wieczorek; Foto: Michael Sonnick

Wer ist Nils Endter? Die Antwort lautet: Der 27-Jährige Hobbyfahrer ist ein Rheinland-Pfälzer, kommt aus der Ortsgemeinde Mürlenbach, die in der Nähe des Nürburgrings liegt, ist Langstreckenrennen (DLC) gefahren und er gewann 2019 im Trio mit Sarah Heide und Jörg Teuchert die „1000 Kilometer von Hockenheim“. Nun hat Endter im Team Holzhauer Racing Promotion für eine Saison in der IDM Superbike 1000 angedockt.

Nils Endter kennt sich aus, trainierte mit Stefan Nebel und Jörg Teuchert. Das reicht nicht. Der IDM-Rookie will sehen, was für ihn in der IDM Superbike 1000 geht. Mit HRP stand er schon länger in Kontakt. „So etwa zwischen dem neuen Vertrag mit Alex Polita und der Zusage für Julian Puffe bin ich aufgetaucht“, lässt er wissen. Endter bringt einen Mechaniker und Experten mit, für den die IDM kein Neuland ist. Sein Name: Achim Weber. Er war früher schon für die technische Betreuung von Jörg Teucherts Material zuständig. Bei Weber wird auch die Honda CBR 1000 RR-R vorbereitet, die Entwicklung bleibt allerdings in den Händen von Teamchef Jens Holzhauer.  Bei der Triple-R von Endter handelt es sich um das gleiche Modell wie es auch die Teamkollegen Polita und Puffe haben.

Keine Angst vor dem eiskalten Sprung in die Königsklasse der höchsten deutschen Motorradstraßenrennsportmeisterschaft? „Warum Angst? Ich bin gespannt auf die ersten internationalen Rennen mit Jungs, die ihr Handwerk richtig gut verstehen“, ist Endter scharf auf den Saisonstart und fügt hinzu: „Wo ich mich selbst einordnen könnte, ist schwer zu sagen. Ich habe keine Vergleichszeiten, denn auf dem Nürburgring bin ich nur selten die IDM-Anbindung gefahren. Ich gehe aber davon aus, dass ich mich qualifiziere.“
Eigentlich wollte sich der Junior-Chef aus der Endter SinterTechnics GmbH & Co. KG zur Saisonvorbereitung noch auf den Weg nach Spanien machen, aber das Vorhaben wurde auf Grund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie gestrichen.