Zwei Jungs, zwei Marken und zwei Klassen. Der Rennsport hat bei Beinlichs ein Zuhause. Vater Knut fuhr vor 15 Jahren selbst noch in der IDM. Text: Anke Wieczorek; Foto: Beinlich, privat

Zurück zu den Wurzeln. Familie Beinlich aus Pößneck nimmt 2020 alles wieder selbst in die Hand. Der 24-jährige Chris fährt in der IDM Supersport 600 und der sieben Jahre jüngere Troy in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300. Das Beinlich Racing Team macht dort weiter, wo es 2018 aufgehört hat.

2019 waren beide Jungs Bestandteil größerer Kawasaki-Teams. Für Chris wird nun eine Yamaha R6 aufgebaut, Troy kehrt auf seine private Kawasaki Ninja 400 von 2018 zurück. Der Kfz-Mechatroniker-Azubi raste im vergangenen Jahr in Oschersleben und Schleiz knapp an einem Podiumsplatz vorbei.

Ein neuer Deal mit Kawasaki Deutschland ist nicht zustande gekommen. Die e-Mails von Chris und auch die wöchentlichen Anrufe seien im Sande verlaufen, lässt Vater Knut Beinlich wissen. Man habe alles probiert, jetzt aber selbst handeln müssen.

Knut Beinlich hat nun auch schon die ersten Buchungen für Testfahrten in Most und Oschersleben vorgenommen. Sie sollen im April stattfinden. „Weil die IDM erst im Mai startet und das relativ spät ist, müssen wir zum Testen nicht extra nach Spanien fahren“, ist Knut Beinlich froh über die komfortable Situation. Eines macht dem Thüringer aber Sorgen. „Wir wissen natürlich heute nicht, ob die Tests auch wirklich stattfinden, oder ob der Corona-Virus dann immer noch dazwischen funkt und alles abgesagt wird.“