Hoch, höher, Julian Puffe. Der IDM Superbike 1000-Vize von 2019 ist gewappnet für die kommende Saison, die im Mai beginnt. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Archiv Puffe

Es ist kein Wunder, dass Julian Puffe motiviert bis in die Haarwurzeln ist. Der Deutsche aus dem thüringischen Schleiz will 2020 zeigen, dass er am Ende der vergangenen Saison als Vizemeister in der Königsklasse zu Unrecht von BMW geschasst wurde. Mit dem Team Holzhauer Racing Promotion greift der 24-Jährige nun auf Honda in der IDM Superbike 1000 an. Puffe hält große Stücke auf das Motorrad und die neue Crew.

Am vergangenen Wochenende war der ewige Strahlemann aber zunächst im tschechischen Hohenelbe zum Snowboarden. Die Tage waren verdammt lang. Als andere noch lange schliefen, zog sich der IDM Superbike-Vize von 2019 im Morgengrauen schon die Live-Übertragung der Superbike-WM-Rennen im Fernsehen rein. „Die Jungs haben zwar ein anderes Reglement und andere Motorräder als wir, aber ich muss wissen, was dort abgeht. Alvaro Bautista ist auf der Honda Sechster geworden. Das kommt gut.“

Puffe hat sich sein neues Arbeitsgerät im November letzten Jahres auf der EICMA in Italien angesehen. „Die Rennmotorräder kenne ich noch nicht. Mir ist klar, dass mit dem neuen Material einiges an Arbeit vor uns liegt. Aber ich bin bereit für den Kampf in der IDM. Mein Fitnesstraining läuft bereits auf Hochtouren. Und wenn das Wetter passt, fahre ich Motocross.“
Wenn alles gut geht, schiebt Teamchef Jens Holzhauer in dieser Woche sogar noch den ersten Test ein.

Die Kandidatenliste für Podiumsplatzierungen und damit auch für den Titelkampf hat sich seit dem Jahreswechsel noch stärker verdichtet. Die Namen versprechen einen scharfen Mix aus Fahrern der internationalen Spitzenklasse: Jonas Folger, Ilya Mihalchik, Erwan Nigon, Alessandro Polita, Ricardo Brink, Bastien Mackels, Florian Alt – und eben Julian Puffe. Das wird ein heißer Sommer.