Paul Fröde wurde 2019 Gesamt-Dritter in der Cup-Klasse und peilt 2020 den Sieg an. Doch im Moment ist der bisher einzige Honda-Fahrer im proppevollen Feld zum Stillstand verurteilt. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Dieses Jahr soll es passieren. Paul Fröde will die Superstock 600-Klasse gewinnen. Der Hohenstein-Ernstthaler hat seine Nennung schon abgegeben. Doch vorerst liegt er flach. Grund ist ein Schlüsselbeinbruch beim Training in Valencia.

„Wenn sich nicht noch einer anmeldet, dann bin ich auch 2020 der einzige Honda-Fahrer im Feld“, sagt Paul Fröde. Die Wahrscheinlichkeit hält sich in Grenzen. Das 600er-Modell hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Was Fröde nichts ausmacht, „denn solange ich mit der Honda richtig Tempo machen kann, ist das in Ordnung.“ Im vergangenen Jahr wurde der Sachse in der Superstock 600-Klasse Gesamt-Dritter. Sechs Podiumsplätze gingen auf sein Konto.
Zwar wird Gesamtsieger Stefan Ströhlein seinen Titel nicht verteidigen, doch das macht den Weg nach vorn für Fröde nicht automatisch frei. „Aber ich will den Cup jetzt gewinnen, eine andere Option gibt es nicht“, meint der Honda-Pilot kämpferisch. Er war bereits in Cartagena und Valencia testen.

Pech: in Valencia brach sich Fröde das Schlüsselbein. Am vergangenen Freitag wurde er in Chemnitz operiert und ist jetzt um eine Platte in der Schulter reicher. „Es ist bei einem leichten Highsider passiert. Das Hinterrad ist weggegangen und hat sich dann doch wieder gefangen. Da hat es mich über den Bock gehauen.“ Am heutigen Sonntag wurde Fröde aus dem Krankenhaus entlassen und ist wieder zu Hause in Hohenstein-Ernstthal. Eine ganze, lange Woche muss sich der quirlige Teenager, der gerade sein Abitur macht, jetzt schonen.