Großangriff made in Netherlands: SWPN schickt mit Sander Kroeze, Ricardo Brink und Melvin van der Voort drei potentielle Podiumskandidaten an den Start. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Team, Dino Eisele

Die Niederländer haben eine Monarchie und sie haben auch den berühmten Käse und die wunderschönen Tulpen. Aber das ist längst nicht alles. Die Niederländer haben nämlich auch das SWPN-Team, das 2020 mit Yamaha in der IDM Superbike 1000, Supersport 600 und Supersport 300 vertreten sein wird. Die Fahrer: Ricardo Brink, Sander Kroeze und Melvin van der Voort.

Ricardo Brink ist längst kein Unbekannter mehr. Der 22-Jährige wird seine dritte Saison in der Königsklasse bestreiten. Brink hat sich längst in Kenntnis über die diesjährige Konkurrenz gesetzt. Schon auf dem Papier hinterlassen Namen wie Jonas Folger, Florian Alt, Ilya Mikhalchik oder Julian Puffe einen starken Eindruck. Brink schüchtert das nicht ein. Sein Ziel, sich mit der Update-gespickten Yamaha R1M zu verbessern, bleibt. Im vergangenen Jahr holte er als Gesamt-Siebter zwei Podiumsplätze. „Wir haben in den letzten zwei Jahren enorme Fortschritte gemacht“, meint Brink und lacht: „Ich bin davon überzeugt, dass noch mehr geht.“

Mit Sander Kroeze hat eine starker IDM Supersport 600-Pilot angedockt. Er fuhr zuletzt beim deutschen Team MGM Racing Performance und gewann gleich das erste Rennen beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring. Auch auf seiner Heimstrecke in Assen zählte er zu den Gewinnern. Kroeze ist 18 Jahre alt. 2020 hat er die Chance, als Wildcard-Fahrer mit SWPN einige Supersport-WM-Läufe zu bestreiten.

IDM Supersport 300-Junior Melvin van der Voort ist das Nesthäkchen in der ohnehin sehr jungen SWPN-Truppe. 2019 war er der jüngste Fahrer in der Nachwuchsklasse überhaupt und er debütierte auf fast allen großen Rennstrecken. Während der Saison zeichnete sich bei van der Voort auf der R3 eine steigende Tendenz ab. Das Highlight lieferte er zum Saisonende ab: Platz vier in Hockenheim.

Der Kurs für 2020 ist gesteckt, im März testet das Team in Spanien. „Wir sind schon in einem fortgeschrittenen Stadium in Sachen Motorenvorbereitung“, lässt Teammanager Frank Brouwer wissen.