Ende der verletzungsbedingten Zwangspause: Micky Winkler fährt auch 2020 wieder im Team Nutec-RT Motorsports by SKM. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Micky Winkler hat seinen ersten Roll-Out des Jahres auf der Kawasaki Ninja 400 in Spanien absolviert. Die ersten Runden waren eine ganz persönliche Angelegenheit.

Exakt 189 Tage nach seinem folgenreichen Unfall auf dem Schleizer Dreieck hat Micky Winkler nun erstmals wieder am Gasgriff seiner Kawasaki gedreht. Ausgerechnet bei seinem Heimrennen war der 17-Jährige im vergangenen Jahr gestürzt und musste danach lange an seinem gebrochenen Oberschenkel laborieren. Eine schier endlose Zeit für den ehrgeizigen Schleizer, der nun an seiner Karriere weiterfeilen kann. Auch 2020 ist er fester Bestandteil des Teams Nutec – RT Motorsports by SKM. Winkler wird erneut in der IDM Supersport 300 antreten. Sein Ziel: Platzierungen unter den ersten Fünf in der Meisterschaft.

Sein erster Test nach der wochenlangen Verletzungspause gibt Anlass zur Hoffnung. Im spanischen Almeria machte er jetzt aber erst die Beziehung zwischen der Kawasaki und sich selbst aus. Der Ausgang des Rendezvous nahm ein glückliches Ende. Winkler vertraut seinem Motorrad wie in alten Zeiten und sagt: „Ich war überrascht, wie gut alles noch geht, obwohl ich so lange nicht fahren konnte.“ Zu einer körperlichen Fitness meint er: „Mein Gesundheitslevel ist eigentlich ganz gut, aber mein Bein merke ich schon noch. Gerade am ersten Tag war es etwas unangenehm, besonders in der Hüfte. An den restlichen Tagen hatte ich aber generell keine Probleme mehr und auch keine Schmerzen – das lief besser, als ich es erwartet habe. Alles in allem bin ich sehr, sehr zufrieden.“
Um Rundenzeiten ging es nicht. Die Kawasaki entsprach noch nicht dem IDM-Schema. Aber für Winkler fühlte sich das Ganze gut an.